Motivation

Zielformulierung SMART gestalten | 5 Strategien für unbeugsame Ziele

Du möchtest deine Zielformulierung SMART gestalten? Bist du auf der Suche nach einer todsicheren Strategie, mit der du deine Ziele auch erreichst?

Dann bist du hier genau richtig.

Denn in diesem Blog-Artikel verrate ich dir 5 Strategien, mit denen du deine nach dem SMART Prinzip formulierten Ziele auch erreichst.

Dieser Artikel ist TEIL 2 zum Thema „Ziele setzen nach dem SMART Prinzip“. Falls du die Grundlagen zur SMART Methode in aller Ausführlichkeit nachholen möchtest, dann solltest du unbedingt hier TEIL 1: SMART Prinzip – 7 Schritte für exorbitanten Erfolg lesen.

Diese 5 Schritte müssen SMART Ziele durchlaufen haben:

  • Formuliere dein Ziel spezifisch
  • Überprüfe, ob dein Ziel messbar ist
  • Stelle die Attraktivität und Relevanz deines Vorhabens sicher
  • Setze dein Ziel realistisch erreichbar und trotzdem riskant
  • Füge deinem Ziel einen Zeit-Faktor hinzu

Ein sinnvolles Beispiel für ein SMART Ziel könnte in etwa so lauten:

Mein Gesamt-Notenschnitt in der Uni beträgt 1,8 (oder besser) bis zum 30. März (Ende Winter-Semester)

Ist die Zielformulierung SMART? Ja, denn das Ziel verfügt über alle 5 Eigenschaften.

Die Zielformulierung nach dem SMART Prinzip ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Denn ohne die richtigen Strategien wirst du keinen Weg finden, deine Handlungen auf die Zielerreichung auszurichten.

Welche 5 Strategien diese Aufgabe für dich übernehmen können, erfährst du JETZT.

Zielformulierung SMART mit 3 P’s gestalten – Strategie #1

Diese Strategie hilft dir dabei, deine Zielformulierung SMART zu gestalten. Die 3P’s stehen für:

  1. Postitiv
  2. Die Erste Person
  3. Präsens

Was ist damit gemeint? Alle drei P’s beziehen sich auf die Art und Weise, wie du deine Ziele formulierst. Diese Strategie dockt also zusätzlich an die SMART Methode an, die du schon aus TEIL 1 dieses Blog-Artikels kennst.

Zielformulierung smart

Positive Formulierung

Wenn es um die Erreichung von Zielen geht, dann kann das auf zwei unterschiedlichen Wegen geschehen. Die erste Weg wäre über die Leid-Vermeidung. Die Generation unserer Großeltern war geprägt von einer Zeit, die wir uns kaum noch vorstellen können.

Die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts standen vor allem unter dem Motto des Vermeidens von Leid. Beispielsweise war eine Zeit, in der es keinen Krieg mehr gab, eine gute Zeit. Ein Tag, an dem niemand hungern musste, war ein erfolgreicher Tag.

Diese Herangehensweise ist retrospektiv völlig verständlich und für damalige Zeiten ein sinnvolles Konzept. Die Zeit in der wir heute Leben – zumindest in westlichen Gefilden – kennt Leid höchstens aus den Abendnachrichten oder der Spiegel Online App.

Doch trotzdem schleicht sich ab und zu eine Formulierung in unseren Sprachgebrauch ein, die auf diesem Konzept basiert. Hier ein Beispiel:

„Wie geht es dir heute?“ 

„Nicht schlecht.“ 

Nicht schlecht??? Was ist das denn bitte für eine Antwort? Bis ich mir der Hintergründe bewusst war, habe ich diese Formulierung selbst das ein oder andere Mal verwendet.

Doch wenn man einmal genauer darüber nachdenkt, ist es völlig Banane, den Referenzwert seines Gemütszustandes bei schlecht anzusetzen. Was wäre das denn für 1 Life?

Lange Rede, kurzer Sinn. Ohne näher auf die psychologischen Hintergründe einzugehen, sollten Ziele immer positiv formuliert sein. Zum Beispiel so:

Ich habe bis zum 30. März nicht öfter als 3 Mal die Vorlesung geschwänzt. 

Ich habe meinen Notenschnitt bis zum 30.März auf 1,8 gesteigert. 

Mit positiven Zielen macht das Ziele erreichen doch auch viel weniger Kummer mehr Spaß, oder?

Die Erste Person

Du musst immer die erste Person sein, die sich ein Ziel setzt.

Kleiner Spaß. Natürlich ist damit die 1. Person Singular der deutschen Sprache gemeint.

Um deine Zielformulierung SMART gestalten zu können, solltest du dich mit deinem Ziel immer hundertprozentig identifizieren können. Das kannst du forcieren, indem du dein Ziel aus deiner Sicht formulierst.

Generell sollte man sein Ego ja bekanntlich im Zaum halten, doch bei der Formulierung von Zielen ist es tatsächlich hilfreich, den Esel (also sich) zuerst zu nennen. Zum Beispiel so:

ICH habe bis zum Ende des Semesters alle 5 Klausuren geschrieben und jede einzelne mit einer Note besser als 2,3 bestanden. 

Präsens

Auch das Letzte P erklärt sich beinahe von allein. Hier geht es ganz einfach um die Zeitform, in der alle deine Ziele formuliert sein sollten. Und zwar sprachlich in der Gegenwart.

Dein Ziel ist in aller Regel ein in der Zukunft liegender Zustand, den du erreichen möchtest. Wenn möglich wird die Zukunft aus deiner Vorstellung zur Gegenwart. Das kannst du mithilfe deiner Zielformulierung bereits simulieren.

Je leichter es ist, sich in ein Ziel hineinzuversetzen, desto mehr wirst du deine Handlungen darauf ausrichten, es auch zu erreichen.

Streiche alle Konjunktive, Wünsche oder Futur-Formen.

Ein Ziel hat nichts mit einer Wunschvorstellung zu tun, sondern ausschließlich mit dem Ergebnis, das deinen eigenen Handlungen zu Grunde liegt. 

Ich HABE bis zum 27. September genau 12 Word-Seiten meiner Hausarbeit geschrieben. 

Ziele sind Wirklichkeit. Du musst ihnen nur entgegengehen.

Kreiere eine Staffelung nach Zeit – Strategie #2

Diese Strategie ist eine der wichtigsten überhaupt, wenn es darum geht, deine Zielformulierung SMART umzusetzen.  Alle Beispiel-Ziele aus diesem Artikel, sowie Teil 1 waren langfristiger Natur. Und diese langfristigen Ziele sind enorm wichtig. Doch noch wichtiger ist eine klare Staffelung deiner Ziele nach ihrem Ablaufdatum.

Damit das Ganze ein wenig anschaulicher wird, hier eine beispielhafte Staffelung:

Visions-Ziele:

  • Ich bin finanziell unabhängig
  • Ich führe eine glückliche Ehe und habe zwei gesunde Kinder
  • Ich habe den IronMan in Hawaii absolviert

Jahres-Ziele:

  • Ich habe mein Studium mit einer Gesamtnote von 1,8 (oder besser) abgeschlossen
  • Ich habe 3 neue Länder bereist
  • Ich habe den Halb-Marathon in Köln am 24.06. absolviert

Monats-Ziele:

  • Ich habe meine Hausarbeit fertig gestellt und bis zum 30.04. abgeschickt
  • Ich bin mindestens 15 Mal Laufen gegangen
  • Ich habe 2 neue Sachbücher gelesen

Wochen-Ziele:

  • Ich habe die Literatur-Recherche für meine Hausarbeit abgeschlossen
  • Ich bin 4 mal Laufen gegangen
  • Ich habe Das Buch X zu Ende gelesen

Tagesziele:

  • Ich habe 10 Quellen für die Hausarbeit recherchiert und 3 davon gelesen und exzerpiert
  • Ich bin 5 km gejoggt
  • Ich habe 50 Seiten von Buch X gelesen

Mit dieser Strategie kannst du deine großen Ziele in kleinere Ziele unterteilen. So wirst du nicht von deinen gigantischen Plänen erschlagen, sondern kannst alle nötigen Schritte auf dem Weg dahin als Erfolg verbuchen.

Wie du die großen und wirklich wichtigen Ziele noch besser erreichen kannst, erfährst du jetzt. Schön dranbleiben. Es wird interessant.

Setze dir Ziele für Gewohnheiten – Strategie #3

Bis zu diesem Punkt haben wir jede Menge Beispiel-Ziele formuliert. Doch an dieser Stelle möchte ich eine wichtige Unterscheidung vornehmen.

Die Ziele, die wir bis dato als Beispiele verwendet haben, sind alle langfristiger Natur. Und das ist wichtig. Allerdings fehlt hier eine entscheidende Verbindung. Und zwar die Verbindung deines Ziels mit deinen täglichen Handlungen.

Was kannst du also für regelmäßige Schritte unternehmen, um die Erreichung deines Ziels zu garantieren? Diese Ziele sind Gewohnheits-Ziele.

Zielformulierung SMARTER Gewohnheiten

Wichtig ist, dass du dir einen Zeitraum und einen Startpunkt für die Gewohnheit setzt. Zusätzliche Motivation kannst du erreichen, wenn du jeden Tag, an dem du deine Gewohnheit erfolgreich in deinen Tag implementiert hast, ein Kreuz in deinen Kalender machst. So entsteht eine Siegesserie, die du nur ungern brechen möchtest.

Stelle dir nicht zu viele dieser Gewohnheitsziele auf. Glaubt man Experten, dann sind die meisten Menschen dazu in der Lage, höchstens eine neue Gewohnheit zur selben Zeit zu manifestieren.

Sobald die neue Gewohnheit in Fleisch und Blut übergegangen ist, dann kannst du wieder eine neue mit in deinen Tagesablauf aufnehmen.

Studien zufolge brauchen wir zwischen 21 und 66 Tage, an denen wir eine bestimmte Handlung ausführen, damit sie zur Gewohnheit wird. Berücksichtige dies beim Setzen deiner Zeitspanne.

Beispiele für Gewohnheits-Ziele

Auch hier gilt es erneut, die Zielformulierung SMART zu wählen. Für unser Beispiel könnte das in etwa so aussehen:

Ich investiere jeden Tag um 16 Uhr eine Stunde in Literaturrecherche für meine Hausarbeit für die nächsten 14 Tage, beginnend am 29. August. 

Ich schreibe jeden Tag um 16 Uhr 1 Seite reinen Text (oder 450 Wörter) für meine Hausarbeit, beginnend am 13. September. 

Ich lese jeden Wochentag um 7:30 Uhr 25 Seiten für die nächsten 365 Tage, beginnend am 01. Januar. 

Jetzt haben wir nicht nur die langfristigen Ziele formuliert und gestaffelt, sondern auch Gewohnheiten in den Alltag integriert, die jeden Tag einen weiteren Schritt in Richtung Glanz und Gloria führen. 

Doch wie sollst die diese ganzen Ziele vernünftig organisieren?

Führe ein Tagebuch – Strategie #4

Für die Organisation deiner Ziele gibt es zwei Möglichkeiten. Du kannst sie digital verwalten oder klassisch in einem Tagebuch, Journal oder Kalender.

Für die digitale Version kann ich dir die kostenlose App Evernote ans Herz legen. Du kannst sie sowohl auf deinem PC oder Mac, sowie auf deinem Smartphone mit dir herumtragen. Für mich ist Evernote mein zweites Gehirn geworden und ich möchte nicht mehr darauf verzichten.

Wenn du mehr über Evernote wissen möchtest, dann schau hier in der shribe! Werkzeugkiste vorbei.

Der alternative – romantische – Weg führt über ein Buch, das man tatsächlich anfassen und riiiechen kann. Wenn du es ohnehin gerne magst, dein Leben in einem Kalender oder Journal zu organisieren, dann füge doch einfach deine Ziele mit hinzu. 🙂

Egal für welche Methode du dich entscheidest – eines haben sie alle gemeinsam. Du brauchst Durchhaltevermögen und ein regelmäßiges Ritual, deine Ziele aufzustellen, zu reviewen und anzupassen.

Mein Ritual findet immer Sonntagsabends statt, dann blicke ich auf die Woche zurück und setze mir neue Ziele für die kommenden 7 Tage.

Hier ein kleiner Tipp für die absolute Ziel-Inception: Setze dir das Ziel, dir regelmäßig deine Ziele zu setzen. Formuliere dazu ein langfristiges und ein Gewohnheits-Ziel.

Gib dich nicht mit dem Durchschnitt zufrieden – Strategie #5

Wenn du dir noch nie zuvor Ziele aufgeschrieben hast, dann mag das alles ganz schön überwältigend klingen. Es ist völlig normal, dass du nicht alle Ziele umsetzen kannst oder alle Gewohnheiten auf Dauer beibehalten kannst.

Oder? 

Warum sollte das normal sein? Gib dich nicht damit zufrieden, was andere Leute machen. Orientiere dich nicht am Durchschnitt. DU möchtest im Leben viel erreichen, also musst du Dinge tun, die andere nicht tun.

Das Leben ist ein Spiel. 

Mit deinen Zielen bestimmst du die Regeln. Greife nach den Sternen und lass dich dabei von nichts und niemandem aufhalten.

Worauf wartest du noch?


Jetzt wünsche ich dir viel Erfolg beim Ziele formulieren und erreichen. Für mehr hilfreiche Ideen und Strategien, klicke dich durch die anderen Blog-Artikel auf dieser Seite oder meinen YouTube-Kanal.

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Zusammenfassung

Um deine Zielformulierung SMART zu gestalten, dann bediene dich folgender Strategien:

  • Formuliere dein Ziel immer positiv und in der 1. Person Präsens
  • Staffele deine Ziele nach verschiedenen Zeitspannen
  • Setze dir Gewohnheits-Ziele
  • Führe ein Tagebuch über deine Ziele (digital oder analog)
  • Gib dich nicht mit dem Durchschnitt zufrieden

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