Zeit-Management

Zeitmanagement im Studium | So meisterst du den Semester-Countdown

Fühlst du dich überwältigt von einem Berg an Skripten, Präsentationensterminen und Hausarbeits-Deadlines? Wie sollst du das alles nur rechtzeitig schaffen?

Keine Panik.

Das ist ja gerade die Challenge. Im Studium wirst du getestet. Getestet, ob du dich selbst so gut organisieren kannst, damit du alle Anforderungen für einen Uni-Abschluss erfüllst. Der Druck, der dabei entsteht ist künstlich und nur in deinem Kopf.

Es gibt einen einfachen Weg, Zeitdruck in unerschöpfliche Energie zu verwandeln.

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du mit 3 maßgeblichen Maßnahmen den gnadenlos tickenden Countdown des Semesters meisterst und alle deine Lernziele erreichst.

Prioritäten setzen für effektives Zeitmanagement im Studium

Tritt einen Schritt zurück und betrachte dein Semester aus der Vogelperspektive. Nimm am besten ein Blatt Papier und schreibe alle deine Kurse auf. Nun teilst du die Kurse noch in die entsprechenden Aufgaben auf (z.B. Klausuren, Präsentationen, Hausarbeiten usw.)

Bringe die einzelnen Aufgaben nun in eine Reihenfolge, indem du sie für dich nach bestimmten Kriterien bewertest.

  • ECTS-Punkte
  • Nähe der Deadline
  • Persönliches Interesse und Faszination für das Thema
  • Aktueller Fortschritt/Wissensstand

Einige dieser Faktoren könnten für dich wichtig (z.B. ECTS-Punkte), andere hingegen eher zweitrangig sein (z.B. Faszination für das Thema). Diese Bewertung kannst nur du selbst vornehmen.

Mit der Nähe der Deadline hast du eine zeitliche Dimension hinzugefügt, was bei der Darstellung hilft. Das Ganze könnte in etwa so aussehen:

 

Zeitmanagement im Studium

Das Ende jeden Balkens markiert das Abgabedatum und die Länge des Balkens die Zeit, die du für jedes Projekt einplanst.

Erfolgreiches Zeitmanagement im Studium bedeutet Ziele setzen

Das obligatorische Zitat zur Untermauerung der Wichtigkeit
Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt. (Lessing)

Das Setzen von Lernzielen ist unumgänglich. Dabei reicht es nicht, sich seine Ziele zu überlegen.

Ziele müssen aufgeschrieben und regelmäßig überprüft werden.

Für das Zeitmanagement deines Semesters schlage ich eine 3-stufige Gliederung in Monate, Wochen und Tage vor.

Monatsziele

Nehmen wir einmal an, das oben dargestellte Szenario spiel sich in einem einzigen Monat ab. Deine vier Aufgaben lassen sich in 4 Monatszielen formulieren:

  1. Ich bestehe meinen Zweitversuch in Kurs B mit einer 3,0 oder besser
  2. Ich bekomme für die Präsentation in Kurs A eine 2,0 oder besser.
  3. Die Hausarbeit in Kurs A bestehe ich mit 1,7 oder besser.
  4. Das Poster in Kurs C bringt mir eine Note von 2,0 oder besser.

Erstreckt sich der Bearbeitungszeitraum einer Hausarbeit (oder die Lernphase für eine Klausur) über 2 Monate kannst du dein Ziel entsprechend anders formulieren:

  1. Für die Hausarbeit in Kurs D habe ich bis Ende des Monats den Literaturteil und den Theoretischen Rahmen fertiggestellt (mindestens 6 Seiten Text).
  2. Die Skripte 1-8 für die Klausur in Kurs E sind bis Ende des Monats zusammengefasst und wurden jeweils 2 Mal durchgearbeitet

Wie du deine Ziele im Allgemeinen formidabel formulieren kannst, erfährst du auch in meinem Artikel zur SMARTEN Zielformulierung.

Wochenziele

Deine Wochenziele unterscheiden sich insofern von der Monatsebene, als dass du etwas genauer werden kannst, was deine Zwischenziele angeht.

  1. Bis Ende der Woche habe ich 8 von 12 Lernvideos aus Kurs B geschaut und transkribiert.
  2. Die Literaturrecherche für die Hausarbeit in Kurs A ist bis Ende der Woche abgeschlossen (mindestens 40 hochwertige Literaturquellen).

Gehe jeden Sonntagabend deine Wochenziele durch und stelle neue Wochenziele auf.

Was hat geklappt? Was nicht? Wie kannst du Dinge besser angehen, um diese Woche alle Ziele zu erreichen? Natürlich musst du die Zielsetzung so angehen, dass du am Monatsziel ankommst (Wenn du dir pro Woche vornimmst 2 Lernvideos zu schauen, es jedoch 12 gibt, dann schaffst du es nicht in einem Monat).

 

Tagesziele

Noch eine Ebene tiefer teilst du nun deine Tage ein. Hier gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Kreiere Themen-Tage

Die erste Variante sieht so aus, dass du dich pro Tag nur einer einzigen Sache (in diesem Fall einer Aufgabe für einen Kurs) widmest. Beispielsweise könnten Montag bis Mittwoch die Lerntage für deine Klausur sein und Donnerstag bis Samstag gehören ganz allein deiner Hausarbeit.

2. Plane jeden Tag gleich

Bei der Auswahl der richtigen Strategie kommt es darauf an, wie dein Alltag aussieht. Hast du an 3 Tagen der Woche ganztägig Vorlesungen oder musst arbeiten, dann musst du die Tagesplanung flexibel anpassen.

In der Vorlesungsfreien Zeit kannst du dir deinen perfekten Lerntag Strukturieren, indem du ihn in Blöcke einteilst. Diese Blöcke entsprechen deinen Prioritäten und anderen Faktoren wie z.B. Bio-Ryhtmus und Lerntyp (z.B. Morgenmuffel vs. Nachteule)

So könnte ein optimal strukturierter Lerntag aussehen:

Zeitmanagement im Studium 2

Denke Schwarz-Weiß

Beim Zeitmanagement im Studium darfst du ausnahmsweise komplett schwarz-weiß denken. Was ich damit meine?

Wenn du dein Buch zugeklappt hast, dann hast du Feierabend. 

Ein Studium kennt keine Arbeitszeiten wie ein Job. Du musst sie dir selbst schaffen. Wenn du es nicht tust, werden dich die Gedanken an die Aufgaben direkt nach dem Aufstehen, vor dem Schlafengehen oder am Wochenende verfolgen.

Du kannst reinen Gewissens alle Aufgaben vergessen, wenn du dein tägliches Soll erfüllt hast. Es ist super-wichtig abzuschalten. Wenn du Sport machst oder dich mit Freunden triffst, dann hat die Uni in deinem Kopf nichts verloren.

Andersherum ist es natürlich genauso. Wenn du dich in einer Lerneinheit befindest, dann hat dein Handy nichts auf dem Tisch verloren. Lenkst du dich ab, erreichst du dein Ziel nicht und du musst mehr Zeit aufwenden um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Schließe dein Handy am Eingang zur Bibliothek in den Spind. Es hilft.

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Belohne dich mit Motivation

Die Erreichung deiner Meilensteine, auch wenn es nur Kieselsteinchen sind, muss gefeiert werden. Belohne dich mit etwas, das dir gut tut und worauf du dich freust. Auf dieses Thema bin ich hier schon einmal näher eingegangen: Motivation für deine Hausarbeit – Dieser Trick verändert alles.

Du kannst dich außerdem motivieren, indem du deinen Fortschritt sichtbar machst. Du kannst die Tagesziele mit kleinen Checkboxen versehen, wenn dich das abhaken von Aufgaben befriedigt. Eine andere Möglichkeit wäre es, einen Zeitstrahl deines Fortschritts zu erstellen (so ähnlich wie ein GANTT-Diagramm) und Stück für Stück auszumalen.

Rufe dir zusätzlich immer wieder vor Augen, warum du das alles tust. Es gibt kaum eine größere Motivation als den Traum zu verfolgen, der tief in deinem Innern lebt.

 

 

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