Zeit-Management

Konzentriert lernen mit DEEP WORK – 5 Prinzipien für mehr Lernerfolg

Du möchtest endlich konzentriert lernen und Herr (oder Frau) über Ablenkung und Prokrastination werden?

Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Blog-Artikel werde ich dir 5 Prinzipien der „DEEP WORK“ vorstellen, mit denen du deinen Lernerfolg um Lichtjahre nach vorne katapultieren kannst.

Doch damit dieses Vorhaben auch wirklich funktioniert, musst du jetzt aktiv mitarbeiten:

Stelle dein Smartphone für 7 Minuten (so lange dauert es, diesen Artikel zu lesen) auf den Flugmodus und schließe alle anderen Tabs in deinem Internet-Browser.

Ich weiß, die Ablenkungen sind verlockend, doch es ist der erste Schritt auf dem Weg zum Zustand der DEEP WORK. Nun wird es Zeit für den nächsten Schritt.

Konzentriert lernen: Die Multi-Tasking-Lüge

Ohne mich hier zu sehr eines Stereotypen zu bedienen, ist Man(n) im Volksmund betrübt, wenn Multi-Tasking nicht zu den eigenen Fähigkeiten gehört. Was für ein Irrglaube. Eine kurze Unterhaltung mit einem Neuro-Psychologen würde sofort die Wahrheit ans Licht bringen:

Unser Gehirn ist nicht für Multi-Tasking ausgelegt. 

In dieser Hinsicht funktioniert unsere hauseigene Rechenmaschine wie ein Computer. Denn auch der Prozessor eines Computers kann immer nur eine Aufgabe gleichzeitig erledigen. Zwar ist er dabei so schnell, dass es einem Benutzer wie Multi-Tasking vorkommt, doch auf unterster Ebene arbeitet er eine Aufgabe nach der nächsten ab.

Wenn wir nun unser eigenes Multi-Tasking vollführen, stehen wir vor einem Problem: Unser Gehirn kann sich nicht vollständig auf eine der Aufgaben konzentrieren. Folglich werden wir sie weniger gut erledigen.

Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel… Und auch hier gibt es eine Ausnahme:

Aufgaben, die eine geringe Kognitive Herausforderung darstellen, können miteinander kombiniert werden. 

Bügeln und Fernsehen. Musik hören und Trainieren. Kochen und Telefonieren. (Vorsicht!)

Dabei kommt es auch darauf an, wie gut unsere Motorik bereits an die Aufgaben gewöhnt ist.


Ein weiteres Problem des Multi-Tasking liegt an der Eingewöhnungszeit, die wir für produktive Phasen benötigen. Wenn wir konzentriert lernen wollen, verhindern kurzfristige Ablenkungen den Zustand vollständiger Konzentration. Unser Gehirn muss also immer wieder „warm“ werden und den Fokus neu aufbauen. Doch dazu gleich mehr.

Konzentriert lernen mit DEEP WORK

Wie können wir also konzentriert lernen?

Indem wir uns wiederkehrende Zeiträume schaffen, in denen wir den vollkommenen Fokus finden. 

Die nachfolgenden 5 Prinzipien sind angelehnt an das Konzept „Deep Work“ von Cal Newport.* Dieses hervorragende Buch geht dem Ziel der völligen Konzentration auf die Spur – Eine absolute Lese-Empfehlung. Noch mehr Tools und Must-Reads findest du auch in der shribe! Werkzeugkiste.

Dich der vollständigen Konzentration zu nähern, kann auf unterschiedlichen Wegen passieren. Finde das für dich passende Prinzip oder kombiniere sie untereinander. So wirst du dauerhaft die Fähigkeit entwickeln, konzentriert lernen zu können.

konzentriert lernen

Was wir von Mönchen lernen können (#1: Mönchtum-Prinzip)

Mönchtum ist vor allem durch die Abschottung gegenüber der Außenwelt gekennzeichnet. Der Autor Cal Newport meint damit ein durchaus radikales Prinzip, das wir generell auf unseren Alltag anwenden. Beispielsweise den dauerhaften Verzicht auf Social Media oder die Geheimhaltung der eigenen E-Mail-Adresse.

Für mich ist dieses Prinzip in seiner Vollständigkeit keine Option, doch trotzdem können wir viel davon lernen. Wenn wir es schaffen, für unsere Deep-Work-Phasen wie ein Mönch zu leben, haben wir bereits einiges gewonnen.

Der temporäre Verzicht auf Social Media, E-Mails, Soziale Kontakte und alle anderen Störquellen kann unsere Produktivität ins Unermessliche steigern. 

Das Ziel sollte es hier also sein, jegliche Art von oberflächlicher Arbeit („Shallow Work“) zu elimineren und nur noch voll konzentriert zu arbeiten.

Dabei unterstützen können Apps für Smartphone und PC, welche den Zugriff auf andere Seiten und potenzielle Ablenkungs-Quellen für kurze Zeit verbieten. Der Newsfeed Eradicator ist eine Erweiterung für deinen Chrome-Browser, die deinen Facebook-Feed für eine bestimmte Zeit blockt. So kommst du gar nicht erst in Versuchung, durch deinen Feed zu scrollen…

Na gut. Dann öffne ich eben Instagram!

Mit der App Freedom* kannst du es noch weiter auf die Spitze treiben. Hier kannst du beliebig viele Apps und Programme blockieren, damit du deine Deep Work Phase garantiert einhalten wirst. Ein unglaublich mächtiges Tool um konzentriert zu arbeiten. Besonders in Klausurphasen entwickelt man zu diesem Tool eine besondere Hassliebe. Probiere es aus 😉

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Konzentriert lernen in Phasen (#2: Bimodal-Prinzip)

Wenn wir Deep Work Phasen in unser Studium integrieren, dann haben wir gleichzeitig auch Phasen, in denen wir keine Deep Work betreiben. Die Idee hinter diesem Prinzip ist es, sich Phasen in den Kalender zu meißeln, in denen wir uns vollkommen der Deep Work verschreiben. Beispielsweise für eine Hausarbeit oder eine Klausur.

Die Mindestlänge für eine solche Phase beträgt einen kompletten Tag. Doch auch Deep Work Phasen über mehrere Wochen sind möglich.

Mein Rat wäre, mit einem Tag zu starten und sich langsam an eine längere Deep Work Phase heranzutasten. Natürlich lassen andere Verpflichtungen unseres Alltags nur eine begrenzte Zeitspanne zu. Doch genau zwischen diese Pflicht-Termine legen wir unsere Deep Work Phasen. Und diese werden wiederum selbst zu Pflicht-Terminen!

Trage deine Deep Work Phasen fest in deinen Kalender ein und beschütze sie, als wären sie der wichtigste Termin deines Lebens.

Ein Termin mit dir selbst ist unabsagbar. 

Nur so wirst du es schaffen, deine Deep Work Phasen zu etablieren und zu echten Ergebnissen zu kommen.

So kannst du es dir außerdem erlauben, deine Aufgaben eine Zeit lang aus deinen Gedanken zu verbannen. Nämlich immer dann, wenn du dich nicht in einer Deep Work Phase befindest.

Periodisch konzentriert lernen (#3: Rhythmus-Prinzip)

Dieser Ansatz unterscheidet sich deutlich vom Bimodal-Prinzip. Hier geht es nicht darum, besonders große Blöcke an Lernphasen zu etablieren. Vielmehr liegt hier das Augenmerk auf der Regelmäßigkeit, konzentriert zu lernen. Zwar kannst du so nicht ganz so tief in deine Deep Work Phase eintauchen, jedoch ist dieses Modell für die meisten Studenten am besten für den Uni-Alltag geeignet.

Mache deine Lernphasen zur Gewohnheit und unterbrich niemals diese „Kette“. 

Ziehe deine Lernphasen also durch deinen Alltag wie eine Kette. Doch nicht irgendeine Kette, sondern eine Kette aus Stahl. Auch hier sind die Termine mit dir selbst unverrückbar. Der Trick besteht darin, dass du mit regelmäßig wiederkehrenden Lernphasen in der Summe exorbitante Ergebnisse erzielen wirst.

Ein weiterer Vorteil dieser Taktik ist die Senkung der Hemmschwelle. Gewohnheiten bringen es mit sich, dass je stärker sie manifestiert sind, die Hemmschwelle sinkt, ihnen nachzugehen.

Am ersten Tag ins Fitnessstudio zu gehen ist eine echte Qual. Am siebten Tag ist es schon ein wenig einfacher. Und nach 21 Tagen ist die Überwindung praktisch nicht mehr vorhanden.

Wie lange dauert es, eine Gewohnheit zu etablieren? Die Empfehlungen bewegen sich zwischen 21 und 60 Tagen. Wahrscheinlich ist es irgendetwas dazwischen.

Etabliere deine konzentrierte Lernphase mindestens 21 Tage an einem wiederkehrenden Zeitpunkt. 

Diese Phasen kannst du individuell an deinen Alltag anpassen. Ein wichtiger Faktor ist hierbei auch die Tageszeit, zu welcher du am besten konzentriert lernen kannst. Ich bin beispielsweise eine echte Eule und lege meine Schreib-Phasen stets in die Abendstunden.

Wenn du es schaffst, diese Kette nicht zu unterbrechen, hast du eine neue Gewohnheit etabliert. Das Einhalten deiner Deep Work Phasen wird dir von nun an viel leichter fallen.

Arbeiten wie ein Autor (#4: Journalisten-Prinzip)

Wie arbeiten Journalisten? Mit Hochdruck im Angesicht einer Deadline. So kannst du es auch machen. Damit ist jedoch nicht gemeint, all deine Lernphasen in Richtung der Deadline oder des Klausur-Termins zu verschieben. Im Gegenteil!

Simuliere in deinen Lernphasen eine imaginäre Deadline. Was willst du bis zum Ende dieser Lernphase geschafft haben? Diese Frage wird nun zu einer Aussage: DAS muss ich bis zum Ende meiner Deep Work Phase geschafft haben.

Mit diesen Mini-Zielen wirst du nun erreichen, dass du NICHT von deiner Deadline erdrückt wirst, sondern dir einen Puffer schaffst. In der gewonnenen Zeit kannst du nochmals in die Tiefe gehen und eine wirklich herausragende Note herausholen.

Wenn du dir vornimmst, an einem Tag eine Seite zu schreiben, dann wirst du auch einen Tag brauchen, um eine Seite zu schreiben. 

Setze dir also anspruchsvolle Ziele, die du trotzdem mit einer Phase der völligen Konzentration erreichen kannst. Sind deine Ziele zu hoch angesetzt, besteht die Gefahr, dass du deine Motivation verlierst.

Damit wären wir auch schon beim letzten Prinzip der Deep Work Methode.

Auszeiten erhöhen die Motivation (#5: Belohnungs-Prinzip)

Wenn wir Phasen des konzentrierten Lernens schaffen, dann müssen wir gleichzeitige Phasen der Erholung schaffen. Nur so können wir den Kontrast dieser beiden Zustände aufrechterhalten.

Baue Phasen der Erholung ein, um deine Konzentrations-Phasen aufrecht zu erhalten. 

Wir sind keine Maschinen und können uns nicht ewig und verbittert konzentrieren. Außerdem wollen wir uns nicht in einem Tunnel verirren, in dem wir die Orientierung verlieren.

Denn schließlich etablieren wir die Deep Work Phasen, um unsere Freizeit in vollen Zügen zu genießen.

Vermische deine Aufgaben nicht mit deinen Belohnungen. 

Auch wenn es manchmal schwer fällt, die anstehende Klausur aus dem Kopf zu verbannen: Mit den Phasen der vollständigen Konzentration haben wir unsere Ergebnisse erarbeitet, die uns nun eine Auszeit erlauben.

Das funktioniert natürlich nur, wenn unsere Zielsetzungen auch erreicht werden.


konzentriert lernen

 

Das Buch „DEEP WORK“ von Cal Newport bekommst du HIER als E-Book oder Taschenbuch.*


Jetzt liegt es an dir, deine erste Deep Work Phase zu starten, in der du vollkommen konzentriert lernen kannst.

Du darfst dein Handy jetzt wieder aus dem Flugmodus befreien.

Obwohl… Wo du schon gerade dabei bist, starte doch einfach JETZT SOFORT deine erste Deep Work Phase… 😉


Jetzt wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner ersten Deep Work Phase. Für mehr hilfreiche Ideen und Strategien, klicke dich durch die anderen Blog-Artikel auf dieser Seite oder meinen YouTube-Kanal.

Die besten Tools für ein erfolgreiches Studium findest du hier in der shribe! Werkzeugkiste.

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Zusammenfassung

  • Vergiss Multi-Tasking, betreibe Single-Tasking
  • Übe dich in vollkommener Konzentration („Deep Work“) statt Konzentration gemischt mit Ablenkungen („Shallow Work“)
  • Überlege, inwieweit du dich während deine Konzentrationsphasen abschotten kannst
  • Blocke langanhaltende Lernphasen in deinem Kalender (Termin mit dir selbst)
  • Etabliere wiederkehrende Lernphasen
  • Arbeite auf eine imaginäre Deadline hin
  • Starte deine erste Deep Work Phase JETZT SOFORT 😉

 

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