Motivation

Motivationstief im Studium überwinden (3 Sofort-Ideen)

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Steckst du in einer schwierigen Phase deines Studiums und möchtest dieses Motivationstief überwinden?

Dann ist dieser Artikel vielleicht etwas für dich.

Denn in den nächsten paar Minuten teile ich 3 Ideen mit dir, mit denen es mir fast immer gelingt, aus einem Motivationstief wieder in eine Aufwärtsspirale zu gelangen – sei es in meinem Promotionsstudium, der Selbstständigkeit oder anderen Lebensbereichen.

Die Techniken, die ich dir gleich zeige, habe ich für diesen Artikel aber speziell auf den Bereich des Studiums angepasst. Du wirst damit in der Lage sein, in wenigen Minuten deine Perspektive radikal zu ändern und über kurz oder lang dein Motivationstief überwinden.

Motivationstief überwinden mit diesen 3 Ideen

Wenn du mir schon länger folgst, weißt du dass ich ein großer Fan von Selbsthilfe-Büchern bin. Über die Jahre haben sich da einige Tipps und Techniken angesammelt, von denen ich 3 heute gerne mit dir teilen möchte.

Entsprechende Bücher, die mich dahingehend fasziniert haben, verlinke ich dir an der entsprechenden Stelle, falls du Lust bekommen hast tiefer einzusteigen.

Unterschätze niemals den Fakt, dass du nicht weißt, was du nicht weißt. Nur durch Lesen kannst du in fremde Köpfe schauen und deine Perspektive wechseln.

Bevor wir in die 3 Ideen einsteigen, noch ein kurzer Disclaimer: Wenn deine Situation im negativen Sinne über ein Motivationstief hinausgeht, dann sind diese Techniken nicht hilfreich. Schaue auf den Webseiten deiner Uni nach dem Kontakt zu einer Beratungsstelle. Dort sitzen meist wundervolle Menschen, die dir professionell helfen können und es überhaupt keine Schande, diese auch anzunehmen.

Aber jetzt zu den 3 Ideen, die dich aus deinem Motivationstief herauskatapultieren sollen:

#1 Der vorausschauende Rückblick (Prospective Retrospection)

Die erste Technik, die ich dir zeigen möchte, ist eine stoische Meditation. Vielleicht hast du schon einmal eine klassische Mindfulness-Meditation ausprobiert? Dabei geht es kurz gesagt darum, dich auf deine Sinneseindrücke zu konzentrieren, zum Beispiel deinen Atem, und dich nicht mit deinen Gedanken zu identifizieren. Du versuchst sie nicht aktiv zu denken, sondern dich zurückzunehmen und zu beobachten.

Bei einer stoischen Meditation ist das ein wenig anders. Du darfst und sollst dabei gerne aktiv denken. Bei der Prospective Retrospection in Form eines ganz speziellen Gedankenexperiments.

Nimm dir dafür trotzdem einige Minuten Zeit und Ruhe und ziehe dich an einen schönen Ort zurück. Dann startest du dein Experiment.

Das Gedankenexperiment

Stell dir vor, du bist jetzt 80 Jahre alt. Deine Haare sind grau und deine Haut an den Händen zeugt von einem langen, glücklichen Leben. Dein Bewegungsradius ist deutlich kleiner geworden und deinen Beruf hast du vor Jahren an den Nagel gehangen. Neben dem wöchentlichen Besuch deiner Enkelkinder erfreust du dich vor allem an den schönen Erinnerungen an deine Jugend. 

Was war das für eine schöne und aufregende Zeit! 

Damals auf und neben dem Campus, als die Klausurphase noch meine größte Sorge war und ich ansonsten ein völlig freies und unbeschwertes Leben hatte. Mir stand die Welt offen! Was war ich begeistert von der Zukunft! Und wie schön war es, zu lernen zu lieben und zu leben in dieser Zeit, als wir noch keine Roboter hatten, und man im Sommer noch nach Spanien fahren konnte. Was würde ich dafür geben, nochein mal einen Tag in dieser Zeit zu leben. 

Was würde ich dafür geben…? 

Versuche dich bei der Übung so gut es geht in dein zukünftiges Ich hineinzuversetzen. Versuche zu fühlen was dein 80-jähriges Ich fühlt.

Dass du dich jetzt in dein zukünftiges Ich hineinversetzt, ist die Vorausschau, also die „Prospection“. Dass du dann als dein zukünftiges Ich an deine Situation im Jetzt zurückschaust, ist der Rückblick, also die „Retrospection“. Zusammen ergibt das die Prospective Retrospection, eines der mächtigsten Gedankenexperimente, die ich bisher ausprobiert habe!

Wenn du hier wissen möchtest woher die Technik stammt und was du sonst noch von den alten Stoikern lernen kannst, dann empfehle ich dir die Bücher von William B. Irvine. Die entsprechenden Bücher findest du unten verlinkt.

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#2 Die Verbundwirkung (Compound Effect)

Die zweite Idee, die dich dein Motivationstief überwinden lassen soll, ist eigentlich von zwei unterschiedlichen Ideen inspiriert.

Karriere-Kapital

Die erste ist die Idee des Karriere-Kapitals aus dem Buch „So Good They Can’t Ignore You“ von Cal Newport. Dieses Konzept habe ich auf meinem Kanal schon mal vorgestellt. Im Prinzip geht es darum, dass du im Studium nicht so sehr den Fokus auf Noten oder das kurzfristige Bestehen von Prüfungen legst.

Nein, du versuchst stattdessen die Universität und die einzigartige Lebensphase des Studiums dafür zu nutzen, dir so viele universelle Fähigkeiten wie möglich anzueignen. Beispiele dafür wären:

  • Freies Reden und Rhetorik
  • Überdurchschnittlich auf Englisch zu reden und zu schreiben
  • Eine dritte Sprache zu lernen
  • Programmieren
  • Debattieren
  • etc.

Der Verbundeffekt

Die zweite Idee ist die des Verbundeffekts, also „Compound Effect“. Vielleicht kennst du diesen Begriff schon aus der Finanzwelt, als „Zinseszinseffekt“. Die Idee dahinter ist, dass einzelne Bestandteile, die du aufeinanderstapelst, keinen linearen, sondern einen exponentiellen Effekt erwirken. Du weißt bestimmt auch, dass das menschliche Gehirn sich exponentielle Kurven nur ganz schwer vorstellen kann und deshalb oft lieber linear denkt.

Karriere-Kapital und Verbundeffekt vereint

Bringt man diese beiden Ideen zusammen, passiert etwas Besonderes. Stell dir dein Studium als den Anfang einer exponentiellen Kurve vor. Du bewegst dich gerade gefühlt linear auf dem Zeitstrahl. Du fokussierst dich auf die vorgegebenen Meilensteine, die Prüfungen und ECTS-Punkte.

Dabei vergisst du, dass sich unter der Haube eine exponentielle Entwicklung zusammenbraut. Ein Vulkan, der irgendwann explodiert, wenn alle Fähigkeiten, die du dir während des Studiums aneignest, zusammen im Verbund wirken können. Du siehst es noch nicht, aber irgendwann wird die Kurve der Ergebnisse, die du in deinem Leben siehst, immer steiler.

Das geht natürlich nur wenn du JETZT nicht aufhörst, dir diese Fähigkeiten anzueignen. Vergiss nicht, dass die nervige Klausur und nervenaufreibende Abschlussarbeit nicht nur Ziele sind, die gegen deinen Willen abgearbeitet werden müssen.

Die Belohnungen sind Fähigkeiten, die du jetzt noch nicht siehst, sich aber in dir ansammeln und dich immer besser machen.

Vergiss ebenfalls nicht, dass das Lernen mit dem Studium niemals aufhört. Stell dir vor, du beschließt mit dem Ende deines Studiums das Lernen einzustellen. Damit würdest du kurz bevor die exponentielle Kurve ihre Kraft entfaltet abspringen und dich mit dem linearen Verlauf zufriedengeben!

Ach ja, und vergiss niemals die Reise zwischen den Zielen zu genießen. Aber das weißt du ja. Denke nur an dein 80-jähriges Ich..

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#3 Lebenstausch-Meditation (Life Swap Meditation)

Okay, die dritte Idee ist wieder eine Abwandlung einer stoischen Meditation. Wie bei der Prospective Retrospection nimmst du dir die Zeit und einen angenehmen Ort und versetzt dich gedanklich in die Lage eines anderen Menschen. Und diesmal bist das nicht du selbst, sondern wirklich eine komplett andere Person. Du musst diese Person auch nicht kennen. Du kannst sie frei erfinden.

Das 2. Gedankenexperiment

Stell dir vor, du bist Ryan und du lebst in den USA. Du möchtest gerne einen Masterstudiengang belegen. Deine Eltern haben immer alles für dich getan, aber finanziell können sie dir nicht in großem Maße aushelfen. Weil du im Bachelor exzellent warst, hast du eine Einladung von der Universität Berkeley bekommen. Was für eine Ehre! 

Doch da gibt es einen Haken… Ein Jahr dort im Master zu studieren kostet 70.000 USD Gebühren. Miete und Lebenshaltungskosten sind noch mal ca. 30.000 USD. Das macht umgerechnet zusammen 83.000 Euro pro Jahr! Und der Master dauert zwei Jahre!

Nun stehst du vor einer Entscheidung. Du kannst dir das Geld vom Staat leihen und dir deinen Traum vom Masterstudiengang erfüllen. Dann startest du in zwei Jahren ins Berufsleben mit 166.000 Euro Schulden. Zusätzlich zu dem Kredit, den du für den Bachelor laufen hast… 

Oder aber, du verzichtest auf den Masterstudiengang. Ist er so viel Geld wert? So oder so, beide Entscheidungen werden verdammt weh tun…

Und, kannst du dich in Ryan hineinversetzen? Wie fühlst du dich, wenn du wieder du bist?

Auch wenn die nächsten Prüfungen, Vorlesungen und 400-Seiten-Skripte wie unüberwindbare Hürden erscheinen – mit dieser Technik und dem Gefühl der Dankbarkeit lassen sich Berge versetzen!

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Hast du dein Motivationstief überwinden können?

Zum Abschluss möchte ich dich noch mit einer Passage aus dem Buch „Das Café am Rand der Welt“ (Teil 2) entlassen. Hier spricht John zu Jessica, während sie auf einem Surfboard den Sonnenuntergang betrachten.

John: „Wenn die Strömung des Lebens gerade gegen uns zu arbeiten scheint, läuft alles schief. Wir haben das Gefühl, immer weiter von dem Punkt weggezogen zu werden, den wir erreichen möchten. Aber es gibt auch stets wieder die entgegengesetzte Strömung, Zeiten, wo die Dinge im Fluss sind. Immerzu.

Ich habe mir selbst klargemacht, dass selbst in Phasen, in denen ich das Gefühl habe, mich häufig inmitten einer Ebbe zu befinden…“

Jessica: „…die Flut wiederkommt.“


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