Englisch im Studium

Auf Englisch studieren – wie schwierig ist das eigentlich? (Meine Erfahrung)

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Du möchtest auf Englisch studieren, doch du bist dir nicht sicher, ob du das Zeug dazu hast? Du denkst vielleicht, dein Schulenglisch könnte nicht ausreichen, um auf einem akademischen Niveau mitzuhalten?

Eventuell hast du aber auch Bammel davor, vor anderen Leuten Englisch zu sprechen und hast Angst, dass darunter deine Noten und schließlich dein Erfolg im Studium leiden könnten?

Zunächst einmal Congratulations, you have found what you were looking for.

Denn in diesem Artikel verrate ich dir die wichtigsten 5 Lektionen, die ich aus meiner Zeit als Student an englischsprachigen Universitäten mitnehmen konnte. Für jede Lektion schlage ich dir zudem eine Strategie vor, mit der du von jetzt an deinen sprachlichen Erfolg im Studium sicherstellen kannst – egal ob du in naher Zukunft komplett auf Englisch studieren möchtest oder ein Auslandssemester planst.

Auf Englisch studieren – meine Erfahrung

Damit du weißt aus welchem Erfahrungsschatz ich meine Lektionen entnehme, hier ein paar kurze Infos zu meiner Erfahrung mit englischsprachigen Studieninhalten:

Im letzten Drittel meines Bachelorstudiums ging ich für ein Semester nach Australien – und weil es mir dort so gut gefiel bewarb ich mich im Master für ein Stipendium und schrieb dort meine Abschlussarbeit.

Zudem beschloss ich nach dem ersten Aufenthalt so viele Kurse wie möglich an meiner deutschen Heimatuni auf Englisch zu belegen. Im Schnitt war das bei ca. 1/3 aller Veranstaltungen möglich – bei Abgaben wie Hausarbeiten und Co. sogar zu 100%.

Auf Englisch studieren – die Vorteile

Warum habe ich das gemacht? Ehrlich gesagt war es ein Bauchgefühl – Ich hatte einfach Spaß daran mein Englisch zu verbessern. Außerdem wurden wir von einigen Dozierenden dazu ermutigt auf Englisch zu schreiben, was hier und da auch bessere Noten einbrachte – wenn andere sich eben nicht getraut haben.

Jetzt im Rückblick kann ich sagen, dass die Fähigkeit gut Englisch schreiben und sprechen zu können eine der 3 wichtigsten Fähigkeiten war, die ich im Studium erwerben konnte.

Und das führt mich zur ersten wichtigen Lektion.

Englisch ist eine unschätzbare Meta-Fähigkeit #1

In meinem Artikel über Erfolg im Studium spreche ich von Career Capital, in Anlehnung an das Buch „So good they can’t Ignore you“ von Cal Newport. Career Capital besteht aus Meta-Fähigkeiten, die dir unabhängig von den Inhalten deines Studiums in jedem Karrierezweig und in jedem System von Nutzen sind – egal ob im Unternehmen, der Wissenschaft oder als Selbstständige.

Für mich hat sich herausgestellt, dass Englisch eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Meta-Fähigkeit ist. 

Warum ist das so?

Weil gutes Englisch fast immer nur durch Eigeninitiative entsteht. Die anderen Meta-Fähigkeiten, wie z.B. Methodenkenntnis oder rhetorische Fähigkeiten lernt jeder zwangsläufig, wenn er oder sie das Studium durchläuft. Hier ist also wenig Spielraum für Alleinstellung.

Kombinierst du aber deine Fähigkeiten mit wirklich gutem Englisch, stellst du 90% der anderen in den Schatten.

Nichtsdestotrotz möchte ich betonen, dass deine Motivation nicht ausschließlich aus dem Vergleich mit anderen entspringen sollte. Die Lust Englisch zu lernen, sich überall auf der Welt mühelos unterhalten zu können und die Welt der Originale, also Bücher, Filme und Wissen in anderer Form für sich erschließen zu wollen, muss aus dir selbst kommen.

Strategie 1: Setze dir Englisch lernen als festes Ziel für dein Studium.

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Auf Englisch studieren ist leichter als du denkst #2

Wenn du das Vermutung hast, dass auf Englisch zu studieren für dich eine große Hürde darstellen würde, dann bist du da einer ziemlich wichtigen Erkenntnis auf der Spur.

Nimmst du den vermeintlich zu hohen Schwierigkeitsgrad als Argument dafür, das Studium nicht anzutreten, fällst du einem fundamentalen Denkfehler zum Opfer.

Denn wenn du auf das Studium, das Auslandssemester oder den Kurs auf Englisch verzichtest, dann verpasst du die Chance auf eine richtig steile Lernkurve.

Die meisten Menschen unterschätzen ihre Englischkenntnisse, doch nehmen wir mal an dein Englisch ist tatsächlich auf einem Anfängerlevel. Das Potenzial, was du hier durch ein Studium auf Englisch abschöpfen kannst ist dann natürlich gigantisch.

Nimm im Vergleich dazu eine Person, deren Englisch bereits auf einem fortgeschrittenen Niveau ist. Sie wird selbstverständlich ebenfalls tolle Fortschritte machen, aber da die Lernkurve ab einem gewissen Punkt abflacht, viel weniger relativ zur blutigen Anfängerin dazulernen.

Die Lektion lautet also: Je unsicherer du dir bist, desto mehr ist das Studium auf Englisch genau das richtige für dich!

Und warum ist auf Englisch studieren nun so leicht? Ganz einfach:

  • Die steile Lernkurve motiviert besonders in der Anfangsphase
  • Studieren auf Englisch macht viel mehr Spaß als auf Deutsch
  • Ein Studium auf Englisch, das für Nicht-Muttersprachler angeboten wird, kann faktisch gar nicht an der fehlenden Sprachkenntnis scheitern. Das wäre ja völlig bananas.
Strategie 2: Ändere deinen Glaubenssatz von „Wie wenig kann ich“ zu „wie viel kann ich lernen“. 

 

Gutes Englisch entsteht durch Emotionen #3

Ich habe eine Frage an dich.

Warum kehrt jemand von einer 6-monatigen Reise oder einem Auslandssemester zurück und kann 100x besser Englisch als nach 8 Jahren Schule?

Die Antwort: Emotionen. 

Wenn du in der Schule in einem stickigen Raum sitzt und die Sprache aus einem Buch lernst, dann sind die dabei entstehenden Emotionen nicht wirklich der Renner.

Doch immer wenn du eine Sprache lernst und dabei einen Nationalpark erkundest, am Lagerfeuer sitzt oder bei einem Trinkspiel unter den Tisch getrunken wirst, dann bleibt wirklich etwas hängen.

Ich könnte mir jetzt auch die Mühe machen und Lernpsychologische Studien heraussuchen. Aber in diesem Fall ist mein anekdotisches Wissen so stark, dass ich keine Studie dafür brauche.

Ein Beispiel:

Eines Tages stand ich in der Küche des Wohnheims zum gemeinsamen Kochen. In der Schule hatte ich, wen wundert’s, relativ selten mit meiner Englisch-Lehrerin gekocht. Ich musste nun also mit Händen und Füßen auf Pfannen, Töpfe, Topflappen, Herdplatten und Co. zeigen.

Innerhalb einer Stunde hatte ich durch die gemeinsame Aktivität mit MuttersprachlerInnen alles gelernt was ich wissen musste. Und das Wissen hält bis heute, denn die Erinnerung bleibt.

Strategie 3: Tritt so oft wie möglich mit MuttersprachlerInnen in Kontakt. 

 

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Du kennst nur die falschen Vokabeln! #4

Eine weitere Lektion, die ich gerade im Uni-Kontext gelernt habe ist diese:

Es fehlen nur sehr wenige Vokabeln zu wirklich sicherem Englisch. 

Findige SprachwissenschaftlerInnen haben analysiert, wie viele Wörter eigentlich notwenig sind, um eine Sprache flüssig sprechen zu können. Und das Ergebnis ist verblüffend!

Meist sind es nämlich nur zwischen 2.000 und 4.000 Wörter. Und das sind meistens weit weniger, als du bereits kennst. Meistens lernst du jedoch nur jede Menge Vokabeln und Ausdrücke die außerhalb des Unterrichts gar nicht so häufig verwendet werden.

Hier ein Beispiel aus meiner Uni-Laufbahn:

Kurz vor Deadline gab ich meiner US-Amerikanischen Kommilitonen mein Essay zum Korrekturlesen. Unter Gelächter gab sie mir es zurück und fragte mich, woher ich denn das Wort „Juxtaposition“ kennen würde. „Naja“, sagte ich, „in der Schule wurde uns das so beigebracht“.

„I don’t even know that word. We don’t use that“.

Und was dann beim abendlichen Kochen passierte, habe ich ja schon erzählt…

Wenn du also identifizierst, welche Worte am häufigsten verwendet werden, hast du den absolut kürzesten Weg genommen. Und noch kürzer wird der Weg, wenn du dies über die direkte Konversation machst. Das funktioniert nicht nur für die Alltagssprache, sondern z.B. auch für Fachbegriffe in einer bestimmten Wissenschaftsdisziplin oder Industrie.

Strategie 4: Identifiziere eine Liste der am häufigsten verwendeten Wörter. 

 

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Niemand spricht so gut deutsch wie du englisch #5

Ausländische Dozierende lieben Nicht-Muttersprachler und behandeln sie mehr als fair. Sogar manchmal ein wenig unfair. In meinen beiden Semestern auf Englisch bekam ich viel bessere Noten als in Deutschland.

Führe dir immer vor Augen, wie gut Amerikaner, Briten oder Australier eine Fremdsprache können. Meistens nämlich überhaupt nicht. Dieser Umstand führt dazu, dass sie umso beeindruckter von deinen Sprachkenntnissen und deinem Willen ihre Sprache zu lernen sind.

Strategie 5: Sei selbstbewusst und zeige der Welt was du kannst! 

 

In diesem Sinne, thanks for watching and see you next week!


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