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Professor anschreiben – Der E-Mail Knigge für Studenten 📩

Du möchtest deinen Professor anschreiben und ihm eine wichtige Frage stellen? Du hast dein E-Mail-Programm geöffnet und weißt nicht, welche Anrede für deinen Professor die richtige ist?

Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel verrate ich dir die angemessene Anrede in einer E-Mail, die du an deinen Professor senden möchtest. Außerdem helfe ich dir dabei, die 5 größten Fettnäpfchen beim Anschreiben deines Professors zu vermeiden.

Wie soll ich einen Professor anschreiben?

Warum ist die richtige Anrede deines Professors oder Dozenten so unglaublich wichtig?

Ganz einfach: Sie ist der erste Eindruck, den du vermittelst, wenn du mit deinem Anliegen auf ihn oder sie zukommst.

Wenn du deinen Professor anschreiben willst und dann mit einer falschen oder unangebrachten Anrede um die Ecke kommst, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer zufriedenstellenden Antwort rapide…

Machen wir’s kurz:

Bei mehreren akademischen Titeln, die jemand innehat, wird immer der höchste in der Anrede einer E-Mail oder einem Brief verwendet. Außerdem wird der Titel „Professor“ in einer Anrede immer ausgeschrieben.

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Beispiel: Prof. Dr. Dr. Müller „Sehr geehrter Herr Professor Müller,…“ 

Natürlich solltest du bei einer Professorin entsprechend „Frau Professorin“ schreiben.

Anders ist die Lage bei der Anschrift auf einem Brief oder einem anderen offiziellen Dokument. Hier wird der Professoren-Titel nicht ausgeschrieben.

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Beispiel: „Prof. Dr. Dr. Müller, Universität Las Vegas, Fakultät für Tanzwissenschaften, Raum 0815“

Falls du in einer E-Mail mehr als nur einen Professor anschreiben möchtest, dann solltest du immer die Person mit dem höchsten akademischen Titel zuerst nennen.

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Beispiel:  „Sehr geehrte Frau Professorin Müller, sehr geehrter Herr Dr. Meier,…“

Falls du noch weiter in das Thema einsteigen möchtest, auch im professionellen Kontext, dann kann ich dir guten Gewissens dieses Buch empfehlen: Duden Ratgeber – Briefe und E-Mails gut und richtig schreiben


Jetzt, da wir die richtige Anrede für unseren Professor oder Dozenten ausgewählt haben, geht es weiter. Natürlich war das erst der Anfang. In einer einzigen E-Mail kann man mehr falsch machen, als du glaubst!

Deshalb bekommst du hier 4 triefende Fettnäpfchen, in die du mit deiner E-Mail auf keinen Fall treten solltest.

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Du verwendest ein privates E-Mail Konto #1

Fettnäpfchen Numero 1: Verwende niemals dein G-Mail, GMX oder Hotmail-Konto zum Verschicken von E-Mails an deinen Professor.

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe:

Fehlende Professionalität

Zum einen strahlt eine solche E-Mail-Adresse nicht unbedingt Professionalität aus. Selbst wenn in der E-Mail-Adresse dein tatsächlicher Name vorkommt, solltest du immer deine Uni-Mailadresse verwendet.

E-Mails von sexydancer96@hotmail.com werden mit großer Wahrscheinlichkeit von keinem Professor geöffnet. Obwohl, wer weiß…

Deine E-Mail landet im Spam-Ordner

Ein weiterer Grund, der gegen die Verwendung einer privaten Mailadresse ist, dass deine Nachricht als Spam deklariert werden könnte. Wenn das geschieht, landet sie im Spam-Ordner deines Professors und werden wahrscheinlich niemals gelesen. Mails von einem offiziellen Uni-Account werden dagegen niemals als Spam gekennzeichnet und können so auch nicht verloren gehen.

Flapsig den Professor anschreiben #2

Fettnäpfchen Nummer 2: Verzichte in jedem Fall auf eine Kumpel-artige Anrede. Egal wie nett der Professor auch rüberkommt, in E-Mails zählen noch immer Formalia. Vermeide also „Hallöchen“, „Na du?“ oder andere unpassende Anreden.

Doch ich bin mir sicher, das hättest du sowieso nicht gemacht. Stimmt’s?

Kaum zu glauben, aber Professoren erhalten jeden Tag E-Mails, die unter aller Kanone sind. Was Studierende teilweise für Ausdrucksweisen an den Tag legen, mag den einen amüsieren, den anderen jedoch ärgern.

Gehe also auf Nummer sicher und riskiere hier nicht deinen Ruf beim Professor.

Du beziehst dich auf die aktuelle Tageszeit #3

Das 3. Fettnäpfchen: Professoren sind viel beschäftigte Menschen. Deine E-Mail mag zwar in dem Moment sehr wichtig sein, doch die Beantwortung kann je nach Person schon mal ein paar Tage dauern. Deshalb ist die Anrede „Guten Morgen…“ oder „Guten Abend…“ völlig irrelevant.

Schreibe deine E-Mails immer so, dass sie zu jeder Tageszeit passend verfasst sind.

So kannst du zudem vermeiden, dass der Eindruck entsteht, dass du eine postwendende Antwort erwartest. Nur wenn du etwas wirklich sehr dringend benötigst, solltest du hier ganz höflich verpacken, dass eine Rückmeldung bis zu einem gewissen Zeitpunkt ganz wunderbar wäre.

Nachfragen, wie lange dein Professor für die Beantwortung deines Anliegens noch braucht, sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Auch wenn deine E-Mail schon ein paar Tage raus ist, warte noch ab. Erst wenn es wirklich offensichtlich zu keiner Antwort kommt dann, hake noch einmal nach oder sprich die entsprechende Person in der Uni persönlich nach der Vorlesung darauf an.

Deine E-Mail an den Professor enthält „Spam“ #4

Das Fettnäpfchen Nummer 4: Stelle deinem Professor niemals eine Frage, die du dir auch selbst beantworten kannst. So blöd es sich anhört, aber die du möchtest die Geduld deines Professors nicht auf die Probe stellen.

Dieses Fettnäpfchen geht ein wenig über die Anrede des Professors hinhaus, aber ist nicht weniger wichtig. Falls du deinen Professor oder Dozenten aufforderst, ein Problem für dich zu lösen, solltest du ihm so schnell und so präzise wie möglich erklären, worum du ihn bittest. Deshalb komme in deiner E-Mail immer sofort auf den Punkt und siehe davon ab, Irrelevantes zu versenden.

Professor Anrede E-Mail Professor anschreiben

Die Verabschiedung und Grußworte in der E-Mail #5

Das Bonus-Fettnäpfchen: Die Verabschiedung gehört natürlich genauso zur E-Mail wie die Professor Anrede. Hier gelten beinahe die Regeln wie für die Anrede. Bleibe förmlich und bedanke dich am besten schon im Voraus für die Beantwortung deiner Frage.

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Beispiel:  „Ich bedanke mich schon jetzt und verbleibe mit  freundlichem Gruß, Lothar Matthäus“

Was man alles falsch machen kann… unglaublich. Doch hältst du dich an den kleinen E-Mail-Knigge aus diesem Blogpost, dann bist du gut gerüstet und brauchst kannst deine E-Mails selbstbewusst an deine Professoren versenden.

Auch wenn der Inhalt relevant sein sollte: Fürchte dich nicht davor, deinen Professor anzuschreiben. Zwar beschweren sich viele Professoren über zu viele E-Mails von Studierenden, doch die Lehre ist immer noch ein großer Teil ihres Jobs. Und dazu gehört es auch, DEINE E-Mail zu beantworten.

Die 30 besten Formulierungen für eine aufsehenerregende Einleitung

Falls du noch mehr über das Schreiben um Studium lesen möchtest, dann schau dich weiter auf meinem Blog um. Außerdem kannst du dir über den o.g. Link oder rechts an der Seite ein Gratis-PDF zum Einleitung schreiben herunterladen und erhälst dazu automatisch meine größten 5 Uni-Geheimnisse. Ich würde mich freuen 🙂

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