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Lernplan erstellen für eine erfolggekrönte Klausurenphase (5 simple Schritte)

In diesem Artikel lernst du, wie du einen Lernplan erstellen kannst, der dir Bestnoten einbringt.


Wer im Studium Erfolg hat, ist intelligent.

Falsch!

Wer im Studium erfolgreich ist, hat lediglich die richtigen Systeme entwickelt. Lernen ist eine Fähigkeit, die du verbessern kannst. Mit einer effektiven Produktivitäts-Strategie, sorgfältig eingespielten Gewohnheiten und der nötigen Konsequenz bist auch DU in der Lage, die Noten zu bekommen, die du dir wünschst.

Fühlst du dich überwältigt vom Lernstoff oder bist frustriert über deine bisherigen Noten? Dann bleib unbedingt dran. Denn in diesem Video erfährst du, mit welchen 5 simplen Schritten du einen Lernplan erstellen kannst, mit dem trotz vielen Prüfungen in kurzer Zeit Bestnoten möglich sind. Und das, indem du nicht MEHR lernst, sondern zielführender.

Lernplan erstellen UND befolgen #1

Erstellst du einen Lernplan auf Papier, in deinem Kalender oder Evernote, hast du 80% der restlichen Studis schon etwas voraus. Der Normalfall sieht so aus: Das Datum der Prüfung ist seit Monaten bekannt, doch die Prüfungsvorbereitung beginnt genau 7 Tage vorher. Und da ist dann auch noch ein Wochenende dazwischen. Uups.

Zu diesem Zeitpunkt ist eine systematische Planung gar nicht mehr möglich und es wird einfach so viel Stoff in kurzer Zeit aufgesaugt, bis der Lüfter deines Laptops aus allen Rohren pfeift.

Jetzt hast du die Chance, DIESMAL alles anders zu machen. Du erstellst einen Lernplan, indem du alle aufkommenden Termine und Überschneidungen einplanst, dein Vorgehen systematisierst und an diesem Plan festhältst. So hast du die Chance auf bessere Noten schon um ein ganz großes Stück erhöht.

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Beginne 2x früher als sonst #2

Ich möchte dich mit gr0ßväterlichem Rat wie „fange so früh mit dem Lernen an wie möglich“ weitestgehend verschonen. Aber ich bin Wissenschaftler. Und wenn du mehr Lernerfolg willst, dann brauchst du mehr Zeit, um Inhalte aufzuarbeiten, zu wiederholen und zu verfestigen.

Wichtig für die zeitliche Dimension deines Lernplans sind 2 Dinge:

Der Spacing Effekt (1)

Warum das Streuen der Lerneinheiten über einen größeren Zeitpunkt so wichtig ist, kannst du auch in meinem Artikel zum Spacing Effekt nachlesen.

Deshalb hier meine Empfehlung:

Mache dir eine Übersicht der noch freien Tage bis zu deiner letzten Klausur. Mir hilft es extrem, wenn ich einen solchen Plan einmal komplett überblicken kann. Dazu kannst du einen großen Wandkalender nehmen oder ein Blatt, auf dem du den gesamten geplanten Zeitraum auf einen Blick in Boxen oder sonstigen Einheiten aufteilst.

Beginne mit dem ersten Tag deines Lernplans nicht in der Zukunft oder am nächsten Montag, sondern JETZT. Wenn du jetzt die Zeit hast, einen Artikel zum Lernplan erstellen zu lesen, dann sollte dein Lernplan auch genau heute beginnen.

Batch-Processing (2)

Wenn du weißt, wie ein Computer funktioniert, dann kannst du dir davon einiges abgucken. Scheinbar arbeitet ein Rechner an vielen Dingen gleichzeitig: Textverarbeitung, Browser, und der Rap-Song auf Spotify, von dem du nie zugeben würdest ihn zu hören, laufen alle gleichzeitig.

Doch ein Prozessor verarbeitet alle Befehle in festgelegten Paketen, eins nach dem anderen.

Ich möchte, dass du in deinem Lernplan feste Arbeitspakete vergibst, die einem bestimmten Fach oder Themengebiet zugeordnet sind. Einfach nur „Lernen“ oder „Lernen BWL A“ einzutragen, wird dir keine Hilfe sein.

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Reduziere deine Entscheidungsenergie #3

Definiere also die Inhalte deiner einzelnen Lerneinheiten. Platziere sie so, dass du zu Beginn möglichst viel Lernstoff kennenlernst und ab der Mitte des Lernplans nur noch Wiederholungseinheiten hast. Und zwar viele davon.

Außerdem solltest du die Zeiten definieren, welche die Arbeitspakete begrenzen. Also den Anfang deiner Lerntage und das Ende. Eine durchgemachte Nacht oder 16-Stunden-Tage helfen nur in ganz, ganz seltenen Fällen. Eher rauben sie dir die Energie für alles was folgt.

Wer eine Nacht zum Lernen durchmachen muss, sollte nicht stolz darauf sein, sondern sich für seine miserable Planung schämen. 

Definiere außerdem den Ort, an dem du lernst. Er muss drei Kriterien erfüllen:

  1. Er muss frei von Ablenkungen sein (meistens sind das Bildschirme, Personen, oder gewohnte Umgebungen)
  2. Du musst dich wohlfühlen (Um eine Lerngewohnheit zu etablieren, muss die Lerneinheit attraktiv gestaltet werden. Kann dir dieser Ort nach der Lerneinheit eine Belohnung darstellen?)
  3. Ruhe ist das A und O (Der absolute Gamechanger sind Noise Cancelling Kopfhörer*)

Das Ziel beim Lernplan erstellen, sollte folgendes sein:

Jeden Morgen nach dem Aufstehen wirfst du einen Blick auf deinen Lernplan – Und du weißt SOFORT, was zu tun ist. Du musst dir keine Gedanken wie viel, welche Themen, wo und wie du an diesem Tag lernen musst. Alles ist geplant. Hältst du dich an den Plan, kannst du sicher sein, bestmöglich vorbereitet zu sein.

Wäre das nicht ein befreiendes Gefühl?

Wandle deine Mitschriften in Fokus-Fragen um #4

Egal ob mündliche Prüfung oder Klausur. In der Regel werden dir Fragen gestellt. Allerdings sind die Lerninhalte nicht als Antworten aufbereitet, d.h. es obliegt deiner Eigenleistung, die Inhalte in präzise Antworten umzuwandeln.

Die Fragen sollten eine möglichst klare Antwort ermöglichen, also nicht zu offen gestellt sein. Anstatt für deinen Fragen-Katalog zum Lernen einige, wenige Fragen zu entwickeln, stelle lieber ein paar mehr Fragen, die eine kürzere Antwort erfordern. So kannst du bessere Abstufungen treffen, was du bereits drauf hast und was nicht.

Ein Goldschatz sind natürlich Muster-Klausuren, Probeklausuren und Übungsaufgaben. Hast du diese nicht vorlegen, entwickle deine eigenen Fragen. Mit diesem Katalog hast du die perfekt Grundlage für die Wiederholung des Stoffs.

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Integriere Mini-Referate für dich selbst #5

Du sitzt an deinen Lernunterlagen und liest in aller Stille die Inhalte. Und nochmal. Und nochmal.

Kommt dir dieses Vorgehen bekannt vor?

Genau. Denn so lernen die meisten. Aber das ist alles andere als optimal. Diese passive Art zu lernen ist eine Möglichkeit, die Inhalte kennenzulernen. Doch es gibt viel effektivere Methoden, um sie zu verinnerlichen.

Indem du eine aktive Art des Lernens kultivierst, wirst du den entscheidenden Schritt nach vorne machen. Call Newport (von dem ich ein großer Fan bin) hat in seinem Buch How to Become a Straight A Student* eine Methode berühmt gemacht, die sich Quiz-and-Recall nennt.

Diese Methode in Gänze vorzustellen, sprengt den Rahmen dieses Artikels, jedoch ist der springende Punkt, die Wiederholung der Inhalte durch Vortragen.

Plane also in deinen Wiederholungs-Sessions am Ende ein Fenster für diese Mini-Referate ein. 

In diesen Mini-Referaten übst du, die Antworten auf deine Fokus-Fragen auf den Punkt vorzutragen. Was du nicht erklären kannst bzw. wofür du keine Worte findest, wiederholst du weiter intensiv.

Je mehr du über die Inhalte sprichst, desto deutlicher wird dir selbst, wie sehr du sie begriffen und verinnerlicht hast. Wenn du diesen Schritt noch weiter treiben möchtest, dann schau dir mal die Feynmann-Technik an. Diese funktioniert ganz ähnlich, allerdings brauchst du dafür mindestens eine/n Lernpartner/in.


Das waren meine 5 bescheidenen Schritte für eine durchdachte Methode zum Lernplan erstellen.

Wenn du jetzt auf deinem Weg zu besseren Noten noch ein wenig Starthilfe für deine wissenschaftliche Arbeit benötigst, dann habe noch ein PDF für dich, das du dir gratis herunterladen kannst:

Die 30 besten Formulierungen für eine aufsehenerregende Einleitung

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