Zeit-Management

Semester planen | 7 Tipps für das erfolgreichste Semester deines Lebens

Bist du schon ganz heiß auf das neue Semester? Möchtest du dein Semester planen und in den nächsten 6 Monaten all deine Ziele erreichen, indem du deine Klausuren bestehst, die Hausarbeiten ohne Zeitdruck abgibst und deine Präsentationen mit Bestnoten bewertet werden?

Dann hol dir Stift und Papier, denn jetzt wird es interessant.

In diesem Blog-Artikel zeige ich dir, wie du dein Semester so gut planst, dass es das erfolgreichste Semester deines Lebens wird.

Eine gute Planung ist die Mutter der Semesterkiste. So geht doch der Spruch, oder?

Um im kommenden Semester nicht in der Flut von Terminen, Deadlines und unvorhergesehenen Problemen zu ertrinken, ist eine sorgfältige Planung deines Semesters absolute Pflicht.

Die meisten Studenten starten mit voller Motivation ins Semester. In den ersten beiden Wochen platzen die Hörsäle aus allen Nähten und jeder scheint dieses Halbjahr endlich Gas zu geben. Nach drei Wochen sitzen nur noch ein Drittel der Leute in der Vorlesung und selbst deren Motivation ist am Boden.

Wie kannst du es schaffen, dein Semester so erfolgreich wie möglich zu gestalten, damit du nicht die Person bist, die nach 3 Wochen aufgegeben hat, sondern am Ende des Semesters eine 1,X nach der anderen in deinem Notenspiegel einstreichst?

Hier sind die 7 wertvollsten Tipps für eine ausgeklügelte Semester-Planung.

Schaue in den Rückspiegel

Bevor wir mit voller Kraft voraus das neue Semester in seine Einzelteile zerlegen und beim Semester planen keine Fehler aus der Vergangenheit wiederholen, begeben wir uns für einen Augenblick in die Retrospektive. Mache dir eine Liste und beantworte dir folgende Fragen (schonungslos und ehrlich):

Wichtige Fragen zur Rekapitulation des letzten Semesters

Welche Dinge haben im letzten Semester gut geklappt? 

Wie kannst du diese Dinge ausbauen? 

An welchen Aufgaben bist du gescheitert und warum? 

Welche Schwächen hatte deine letzte Semester-Planung? 

Deine Antworten kannst du nun im weiteren Verlauf verwenden, um beim Semester planen deine Stärken auszubauen und an deinen Schwächen zu arbeiten.

Beispielsweise war ich immer extrem schlecht darin, meinen Workload im Semester gleichmäßig zu verteilen. In den letzten Wochen häuften sich Deadlines, Klausur- und Referatstermine wie ein unbezwingbarer Berg vor mir auf.

Wie du dieses Szenario garantiert vermeidest, erfährst du jetzt. 

Semester planen mit Weitblick

Um ein Semester planen zu können, brauchst du einen Überblick. Du solltest schon vor dem ersten Tag der Vorlesungen das Ende im Blick haben. Und zwar nicht mit Sehnsucht nach dem Ende einer Leidenszeit, sondern mit Vorfreude auf den Stolz über deine persönliche Erfolgsgeschichte.

Um dein Semester in den Gesamtkontext deines Studiums einordnen zu können, solltest du dir das Modulhandbuch deines Studiengangs schnappen und deine Veranstaltungen grob bis zum Abschluss durch planen.

Hier ein Beispiel:

Wenn du innerhalb der nächsten 3 Semester dein Studium abschließen möchtest und du noch 12 Module bzw. Veranstaltungen abschließen musst, dann triff jetzt eine Entscheidung: Wie viele Veranstaltungen musst du im kommenden Semester erfolgreich abschließen, um in 3 Semestern fertig zu sein?

Deine Strategie könnte unterschiedlich aussehen:

5 Veranstaltungen + 5 Veranstaltungen + 2 Veranstaltungen (+Abschlussarbeit)

6 Veranstaltungen + 6 Veranstaltungen + 0 Veranstaltungen (+Abschlussarbeit)

Entscheidest du dich beispielsweise für die erste Strategie, wählst du dir für das kommende Semester 5 Veranstaltungen.

Pro-Tipp zum Semester planen

Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, baue einen Puffer ein. Wenn du eigentlich nur 5 Veranstaltungen brauchst, fülle deinen Stundenplan trotzdem mit einer zusätzlichen Veranstaltung.

Falls du damit überfordert bist, kannst du sie jederzeit ohne schlechtes Gewissen kicken. Doch wenn du sie schaffst, hast du einen Puffer der Gold wert ist: Denn so kannst du dich z.B. voll auf deine Abschlussarbeit konzentrieren, oder hast im nächsten Semester mehr Zeit und Energie für weniger Veranstaltungen und kannst noch einmal so richtig an der Notenschraube drehen.

Da wir uns nun einen Überblick verschafft haben, wie sich das Semester in den Gesamt-Kontext deines Studienverlaufs einordnet, können wir dazu übergehen, das Semester im Detail zu planen.

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Verteile deinen Workload gleichmäßig

Das größte Geheimnis eines erfolgreichen Semesters ist die optimale Verteilung deiner Kraftreserven. Anstatt in der Endphase in Stress auszubrechen und alle wichtigen Leistungen innerhalb von wenigen Tagen zu erbringen, solltest du deine wichtigen Termine und Deadlines so gut es geht über das komplette Semester bzw. die vorlesungsfreie Zeit verteilen.

Lege deine Präsentationen an den Anfang des Semesters #1

Falls du Seminare besuchst, ist oftmals eine Präsentation als Teil der Leistungserbringungen gefordert. Überleg mal: Klausur-Termine kannst du nicht beeinflussen. Wann du dein Referat hältst jedoch schon. Entscheide also nach einem Kompromiss zwischen einem interessanten Thema und dem Termin des Referats. Am besten legst du deine Referate in die ersten 3-4 Wochen des Semesters.

Glaub mir, es ist ein unglaublicher Vorteil, wenn die Referate bereits nach wenigen Wochen abgehakt sind. Zwar schiebt man sie gerne ans Ende des Semesters um den „Schmerz“ zunächst zu vermeiden, doch die Belohnung am Ende lautet: Mehr Zeit für die anderen Dinge. Schließlich sind dies die Termine, die du selbst beeinflussen kannst.

Wähle Blockveranstaltungen #2

Gibt es in deinem Studiengang die Möglichkeit, Blockseminare zu belegen? Lucky you. Es ist ein Geschenk des Himmels für deine Semester-Planung. Denn auch hier hast du die volle Kontrolle. Du kannst Stress aus der Endphase des Semesters nehmen, indem du an einem (langen) Wochenende den Blocktermin hinter dich bringst.

Zwar musst du meist ein Wochenende dafür aufgeben, doch dann hast du eine komplette Veranstaltung bereits abgeschlossen… An nur einem Wochenende! Und selbst wenn im Anschluss eine Hausarbeit verfasst werden soll, kannst du sofort damit starten und musst nicht bis zum Ende des Semesters warten. So bleibt mehr Zeit und Energie für die Klausurphase. Natürlich solltest du kein Blockseminar wählen, dass mitten in der Klausurphase oder in der letzten Semester-Woche liegt. Je früher, desto besser,

Plane deine eigenen Deadlines #3

Wie bereits gesagt, kannst du Klausurtermine nicht beeinflussen. Wann du deine Hausarbeiten schreibst, jedoch schon. Nimm dir vor, eine Hausarbeit schon während des Semesters fertigzustellen. Denn wenn wir mal ehrlich sind, ist die Wochen der Vorlesungen die wahren Ferien.

Selbst wenn es nicht so vorgesehen ist: Gehe zu deinem Dozenten und frage ob du schon jetzt das Thema mit ihm besprechen kannst, denn du möchtest deine Hausarbeit möglichst früh fertigstellen. Kein Dozent der Welt wird dir Steine in den Weg legen, sondern von deinem Engagement begeistert sein.

Setze dir deine eigene Deadline, und behandle sie so, als wäre sie offiziell. 

Wenn du jede Woche nur 3-4 Stunden in die Arbeit investierst, hast du sie früher abgegeben als alle anderen. Und während die anderen im Stress versinken, kannst du ganz entspannt für deine Klausuren lernen…

Streue deine Klausurtermine so weit wie möglich #4

Auch wenn die Termine feststehen und du meist daran gebunden bist: Versuche, die Klausurtermine in der vorlesungsfreien Zeit so weit wie möglich zu streuen. Klar wäre es schön, schnell mit allem durch zu sein. Doch wenn du für 3 Klausuren gleichzeitig pauken musst, werden deine Noten darunter leiden. Wenn du also die Wahl hast, entscheide dich immer für weit auseinander liegende Termine.

Semester planen auf kleiner Ebene

Nachdem wir nun den Master-Plan für das Semester als Ganzes erstellt haben, sollten wir die Termine festhalten, um sie immer im Blick zu haben. Sie sollen dich nicht bedrohlich an ihr Dasein erinnern, sondern dir allzeit einen Überblick verschaffen, welche Aufgaben in nächster Zeit anstehen.

Ich verwende dazu einen XXL-Wandkalender*, der alle Monate und Wochen auf einen Blick zeigt. Einfach alle wichtigen Termine eintragen und über dem Schreibtisch aufhängen.

Für die Wochen- und Tagesplanung verwende ich zusätzlich den Google Kalender auf dem Handy und per Browser, sowie mein zweites Gehirn: Evernote. Falls du mehr darüber wissen möchtest, schaue in der shribe! Werkzeugkiste vorbei, dort findest du jede Menge nützliche Tools für ein mehr als erfolgreiches Studium.

Der perfekte Stundenplan #5

Dieses Thema hat eigentlich einen eigenen Blog-Artikel verdient. An dieser Stelle fasse ich mich also kurz. Entgegen der Weitblick-Planung bin ich bei der Erstellung des Stundenplans anderer Meinung: Hier sollte der Workload nicht so breit wie möglich gestreut werden, sondern auf so wenige Tage wie möglich verteilt sein.

Wenn du beispielsweise an einem Tag der Woche nur eine Veranstaltung hast, vergeudest du jede Menge Zeit in Bus, Bahn und Cafeteria, um einer einzigen Veranstaltung beizuwohnen. Außerdem ist man eher dazu geneigt, nicht hinzugehen, weil man sonst ja nichts verpasst. Wenn du allerdings 3 Veranstaltungen hast, nimmst du schon eher den Weg in Kauf.

Lege deine Veranstaltungen auf so wenige Tage wie möglich.

Im Umkehrschluss hast du hoffentlich mindestens den Freitag „frei“. Frei haben heißt natürlich nicht nichts tun, aber das musst du natürlich selbst entscheiden.

Ein vorlesungsfreier Tag wäre jedoch die perfekte Möglichkeit, um den Unterschied zu machen. Denn an diesem Tag kannst du nicht nur die Aufgaben für die kommende Woche erledigen, wie z.B. Übungsaufgaben, Texte lesen etc., sondern darüber hinausgehen. Beispielsweise könntest du an diesem Tag deine 3-4 Stunden an deiner vorgezogenen Hausarbeit schreiben. Oder die erste Klausur vorbereiten.

Steigere deine Produktivität durch Gewohnheiten #6

Hast du deinen Stundenplan so organisiert wie oben beschrieben, hast du nun Platz für das Besondere. Selbst wenn es dein Stundenplan nicht hergibt, kannst du deine persönliche Produktivitäts-Gewohnheit auf einen (oder zwei) Nachmittage legen, oder den Samstag. So gehe ich vor:

Mein Produktivitäts-Ritual
Ich persönlich habe den Freitag zu meinem Tag gemacht. An diesem Tag erledige ich alle meine Aufgaben, die über das Übliche hinausgehen. Zur Zeit sind es meine Blog-Beiträge und Videos, während des Studiums waren es Hausarbeiten. Dazu gehe ich in mein liebstes Café und mittags in mein liebstes Restaurant ganz in der Nähe. Ich fahre also nicht zur Uni, sondern mache diesen Tag zu einer besonderen Gewohnheit. Es klingt verrückt, aber es ist gleichzeitig der entspanntest UND produktivste Tag der Woche!

Um die Produktivität (eigentlich ein richtig blödes Wort) nicht nur auf den einen, besonderen Tag der Woche zu beschränken, trage ich die wichtigsten Aufgaben in meinen Wochen- und Tagesplan ein.

Wenn du ein wenig Starthilfe benötigst, dann ist das hier ein wahrer Goldschatz für mehr Produktivität: Der Productivity Planner*. Meines Wissens gibt es ihn noch nicht auf deutsch, allerdings ist das kein Problem. Die motivierenden Zitate und Überschriften sind dann halt auf Englisch. In dem kleinen Buch hast du eine Wochen-Übersicht und bestimmte Kategorien zur Planung der wichtigsten Aufgaben.

Sneaky Amazon-Hack
Wenn du auf Amazon auf die Vorschau-Bilder klickst, kannst du sehen, wie der Productivity-Planner aufgebaut ist. Du kannst ihn dir also ganz einfach mit einem Blanko-Notizbuch nachbauen. Das Büchlein fertig in der Hand zu haben, ist allerdings auch nicht schlecht… 😉

Integriere Pausen in deinen Semester-Plan #7

Nimm dir einen oder zwei Tage pro Woche frei. Im Gegensatz zu anderen Berufen, kennt die Tätigkeit als Student keinen Feierabend und kein Wochenende. Theoretisch könnte man alle seine verfügbaren Stunden mit Lernen, Schreiben und Party machen verbringen. Doch all diese Dinge fordern Kraft.

Deshalb nimm dir einen Tag frei, an dem du ohne schmerzenden Kater deinen Hobbys, Interessen und Beziehungen nachgehen kannst, die aber mal so gar nichts mit der Uni zu tun haben. Lasse deine Unterlagen ruhen und starte mit objektivem Blick und vollen Akkus in jede neue Woche.

Denn auch die Pause gehört zur Musik.


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Zusammenfassung zum Semester planen

  • Schaue in den Rückspiegel und analysiere vergangene Planungen
  • Skizziere deinen gesamten Studienverlauf
  • Verteile deinen Workload gleichmäßig über das Semester
  • Plane das Semester auf großer und kleiner Ebene
  • Werde produktiv durch Gewohnheiten
  • Semester planen heißt auch Pausen planen

 

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