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Geld sparen als Student/in (7 Tipps für finanzielle Unbekümmertheit)

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Geld sparen als Student/in – wie soll das gehen? Das winzige bisschen Bafög das Vater Staat springen lässt ist schon zur Monatsmitte weg, der Job am Wochenende ist verlockend – aber eigentlich musst du doch lernen.

Studieren ist kein Zuckerschlecken. Und eine ganz bittere Pille sind während des Studiums meist die Finanzen.

Aber keine Angst. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass all die Geldsorgen, die ich während meines Studiums hatte, heute keine Spätfolgen mehr haben. Und das obwohl mich jedes halbe Jahr die Semestergebühr wieder und wieder überrascht und mein Konto in den Dispo gestürzt hat. Doch anstatt mir den Spaß am Studium zu rauben, hat mir die mit eingebaute Geldknappheit beigebracht, heute besser mit Geld umzugehen.

Damit du dich während deines Studiums besser auf die wichtigen Dinge konzentrieren kannst, habe ich heute 7 Tipps für finanzielle Unbekümmertheit während des Studiums für dich. Mit diesen Tipps werden deine Geldsorgen geringer, deine Noten besser und du kannst frugalen Minimalismus freiwillig ausleben, anstatt darauf angewiesen zu sein.

Mehr Geld verdienen #1

Tipps zum Thema Geld sparen als Student sehen in der Regel so aus:

Verzichte auf…

  • Starbucks Kaffee
  • Avocado-Toasts
  • Durchzechte Nächte

Dabei wird der wichtigste Tipp meistens vergessen, der das Geld Sparen als Student auf Anhieb einfacher macht:

Mehr verdienen.

Es klingt paradox, aber ist die Wahrheit. Mehr Geld zu verdienen, ist einfacher, als Geld an an anderen Stellen einzusparen. Besonders dann, wenn das Einkommen als Student ohnehin schon geringer kaum sein kann.

Intuitiv glauben viele Menschen, dass mehr Geld verdienen auch mit mehr Arbeiten und demzufolge mehr Zeitaufwand verbunden ist. Zeit, die du nicht hast, denn du willst ja studieren. Meiner Ansicht nach ist diese Herangehensweise falsch. Ich schlage dir vor, einfach schlauer zu arbeiten. Hier 3 Bereiche, in denen das möglich ist.

Job

Bei einem Job tauschst du Zeit gegen Geld. Deshalb heißt es ja auch Stundenlohn. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten: Du erhöhst deinen Stundenlohn oder reduzierst die Zeit, die du aufwenden musst, um die geforderte Arbeit zu erfüllen.

Deinen Stundenlohn kannst du erhöhen, indem du dich immer wieder nach neuen Jobs umschaust, die besser bezahlen und dann wechselst, wenn du einen besser bezahlten Job zugesagt bekommst. Genauso funktioniert das auch falls du nach dem Studium in der Wirtschaft Karriere machen willst. Du erhöhst stetig deine Qualifikationen bzw. Fähigkeiten, damit du entweder mehr Geld in deiner Firma verlangen kannst oder für besser bezahlte Jobs bei anderen Firmen geeignet bist.

Dass ein Stundenlohn für Studenten bei knapp über dem Mindestlohn festgetackert ist, ist ebenfalls ein Irrglaube. Hier ein paar Fähigkeiten, die besonders gut bezahlt werden:

  • Programmieren
  • Werbetexten
  • Online-Marketing
  • Service-Tätigkeiten mit gutem Trinkgeld

Handelt es sich bei deinem Job um geistige Fähigkeiten, hast du einen entscheidenden Vorteil. Du kannst ortsunabhängig arbeiten. Die Zeit, die du auf dem Weg zur Arbeit verbringst, kannst du nun besser nutzen (z.B. indem du sie in dein Studium investierst).

Ist dir dein virtueller Lebenslauf wichtiger als mehr Euros auf dem Konto, kannst du dich auch für Jobs als Werkstudent(in) oder studentische Hilfskraft entscheiden. Zumindest bei der zweiten Option sparst du dir ebenfalls die Anfahrt, da du ja eh in der Uni bist. Außerdem könnten aus einer solchen Position Vorteile für dein Studium herausspringen.

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Nebengewerbe

Ein Nebengewerbe während des Studiums anzumelden ist fast schon Pflicht. Hast du eine Steuernummer, kannst du als Freiberufler/in oder Selbstständige/r Aufträge annehmen und sie in Rechnung stellen. Doch selbst wenn du das in der Realität nicht tust, kannst du beim Finanzamt bestimmte Ausgaben geltend machen, z.B. für deinen Laptop, Auto usw. Ein gutes Video dazu habe ich auf dem YouTube-Kanal „Steuern mit Kopf“ gefunden:

Doch auch neben diesen kleinen Steuer-Tricks kannst du als Selbstständige/r höhere Honorare verlangen, als in einem Job. Wenn du also beispielsweise eine der eben genannten Fähigkeiten hast, solltest du unbedingt selbstständig damit dein Geld verdienen, anstatt an einen Stundenlohn gefesselt zu sein, an dem dein Arbeitgeber mehr Geld verdient als du selbst.

Zeitunabhängiges Einkommen

Die letzte Einkommensart ist die Königsdisziplin. Hier kannst du Skaleneffekte nutzen, um Geld zu verdienen. Das funktioniert beispielsweise, wenn du ein Produkt einmal erstellst und dann (theoretisch) unendlich oft verkaufst. Hier bist du dann im Bereich des Unternehmertums. Sich ein solches Geschäft aufzubauen geht nich von heute auf morgen. Das Studium ist jedoch eine ziemlich gute Zeit, um damit anzufangen. Wann denn sonst?

Ausgaben im Blick haben #2

Nachdem wir den wichtigsten Tipp nun hinter uns haben, kommen wir zu den „richtigen“ Tipps für das Geld sparen als Student.

Sparen beginnt immer damit, dass du deine Ausgaben kennst. Die etwas extreme Version hiervon wäre, deine Ausgaben beispielsweise innerhalb einer Woche komplett aufzuschreiben und zu analysieren, für welche Bereiche am meisten Geld draufgeht. In diesen Bereichen schraubst du dann deine Ausgaben zurück bzw. setzt dir ein Budget.

Das habe ich allerdings noch nie gemacht und bin auch so ganz gut durchgekommen.

Was ich jedoch sehr penibel machen ist folgendes:

Das Tracken monatlicher Fixkosten. 

Die monatlichen Fixkosten sind der größte Brocken, wenn es um deine finanzielle Gesundheit geht. Denn sie kommen immer wieder. Monat für Monat. Eine Ratenzahlung von 19,95 scheint verschmerzbar, aber über 3 Jahre kommt da einiges zusammen. Das ist auch der Grund, warum Ratenzahlung (nieeeemals tun!) und Abos so tricky sind.

Mache nun also eine Liste mit all deinen Fixkosten, z.B. so:

  • Miete 350
  • Strom 35
  • GEZ 17,50
  • Auslandsversicherung 1
  • Internet 19,95
  • Handy 19,95
  • Fitness 22,50
  • Semesterticket 50
  • Netflix 7
  • Amazon Prime 5,75

Diese Fixkosten versuchst du so streng es geht zu reduzieren und gleichst sie dann mit deinen Einnahmen ab. Jetzt schaust du, wie viel dann noch so übrig bleibt. Mit dieser Differenz kannst du dann zu Schritt 3 übergehen.

Budgets festlegen #3

Bleiben wir bei unserem Beispiel. Hier betragen deine monatlichen Fixkosten 528,65€. Nehmen wir mal an, du beziehst 450€ Bafög und 450€ aus einem Job, dann bleiben dir noch 371,35€.

Dieses Geld darfst du in monatliche Budgets unterteilen. Diese sind völlig individuell. Hier ein paar Beispiele:

  • Lebensmittel: 150€
  • Konsum (Klamotten, Hobbys, Entertainment usw.): 75€
  • I-Don’t-Give-A-Sh**-Money: 50€
  • Sparen für Urlaub: 50€ (+Geburtstags und Weihnachtsgeld)

Das übrige Geld wird gespart. Wie genau, zeige ich dir jetzt.

2-Kontensystem anlegen #4

Das 2-Kontensystem gibt es auch als 3-Kontensystem, aber für den Anfang reichen zwei Konten. Im Prinzip hast du ein Konto, auf das all deine Einnahmen fließen. Gleichzeitig fließen alle monatlichen Fixkosten ab. Die Budgets, welche ausgegeben werden müssen, also in unserem Beispiel Lebensmittel, Konsum und I-Don’t-Give-A-Sh** Money gehen am Monatsanfang automatisch per Dauerauftrag auf das zweite Konto.

Die zu diesem Konto gehörige Karte verwendest du dann für dein Barabhebungen und Kartenzahlungen.

Hier aber noch ein Video, welches das 2-Kontensystem im Detail erklärt:

Bezahle dich selbst zuerst #5

Dieser Tipp hängt eng mit dem 2-Konten-System zusammen.

Wenn du am Monatsende sparst, was noch übrig ist, wirst du niemals sparen. 

Denn wir Menschen sind kleine, disziplinlose Wesen. „Bezahle dich selbst zuerst“ bedeutet, dass du die Sparleistung am Anfang des Monats oder eben unmittelbar nach Eingang deines Einkommens erbringst. So legst du automatisch den Betrag zur Seite, den du sparen möchtest.

Der Betrag, der monatlich automatisiert gespart wird, existiert für dich gar nicht. Diesen Betrag zu sparen wird zu einer absoluten Selbstverständlichkeit anstelle einer Besonderheit.

Beim Geld sparen als Student gilt es außerdem zwei Faktoren zu beachten.

Das Sparziel #1

Das Geld sparen als Student wäre völlig irrational, wenn es kein Ziel hätte. In unserem Budget-Beispiel wurden pro Monat 50€ für den nächsten Urlaub gespart. Das Sparziel ist die Bezahlung des Urlaubs und liegt 12 Monate in der Zukunft.

Für andere Sparleistungen empfiehlt sich ein längeres Sparziel. Das kann auch unendlich sein oder zumindest so weit in der Zukunft, dass du nicht planst, das Geld anzufassen. Ein unendliches Sparziel ist auch gleichzusetzen mit der Altersvorsorge, aber vergiss bitte, dass dieses Wort gefallen ist. Das will doch niemand hören.

Die Sparquote #2

Rechne deine monatliche Sparleistung durch dein gesamtes Einkommen und du hast deine monatliche Sparquote. Diese von 10% auf 12% oder noch mehr Prozent zu steigern macht sogar ein bisschen Spaß und manifestiert dein Vorhaben.

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Finanzmarkt erschließen #6

Wenn das regelmäßige Geld sparen als Student erstmal ins Rollen gekommen ist, wohin mit dem ganzen Geld? Ich bin extrem weit davon entfernt dir finanzielle Ratschläge geben zu können. Da gibt es findigere Personen und Quellen. Dennoch möchte ich darauf aufmerksam machen, das in Deutschland viel zu wenig Gebrauch vom Aktienmarkt gemacht wird.

Über einen langen Zeitraum ist immer davon auszugehen, dass sich der Aktienmarkt positiv entwickelt und die Wirtschaft wächst. Alleine solange die Weltbevölkerung wächst, hat die Wirtschaft gar keine andere Wahl als mitzuwachsen. Ob das gut oder schlecht ist, ist völlig egal. Fest steht, dass das Investieren am Aktienmarkt

  1. Dein Erspartes vor der Inflation schützt
  2. Langfristig Renditen verspricht

Das schöne ist, dass der Aktienmarkt für jede Ausprägung von Risikofreudigkeit bzw. -aversion etwas bereithält.

Aktives Investieren

Das aktive Handeln von Einzelaktien ist nur etwas für dich, wenn du richtig Bock hast, dich mit Firmen, Umsatzprognosen auseinanderzusetzen und das Handelsblatt abonniert hast. Wissenschaftliche Studien belegen, dass aktives Investieren einem passiven Ansatz im Durchschnitt NICHT überlegen ist.

Passives Investieren

Über sogenannte Index-Fonds oder auch ETFs, kannst du dein Erspartes z.B. an die Weltwirtschaft koppeln. Oder auch an das Start-Up Ökosystem von Kolumbien. Es gibt für alles einen ETF. Entscheidest du dich für einen, der die Weltwirtschaft abbildet, steigt und fällt deine Rendite mit dieser und du musst dich um nichts kümmern, außer dein Geld möglichst lange investiert lassen.

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Finanzielle Bildung forcieren #7

Noch mehr Rendite als beim Geld sparen als Student bringt dir tatsächlich nur ein Investment: Das in dich selbst. Finanzielle Bildung lernen wir nicht in der Schule.

  • Wie funktioniert der Zinseszins?
  • Was steckt wirklich hinter einem Immobilien-Kredit?
  • Was ist der Cost-Average-Effekt?
  • Wie schützt man ein Portfolio vor einer Rezession?

Wenn du alle dieser Frage beantworten kannst, dann hast du ganz vielen Menschen etwas voraus. Wenn nicht, dann investiere einen klitzkleinen Teil deiner Sparleistung in Bücher über Finanzen. Oder wenn du kostenlos starten möchtest, dann suche dir einen oder zwei Finanz-YouTuber, die dir sympathisch sind. Du wirst es nicht bereuen.


Wenn du jetzt auf dem Weg zu herausragenden Noten noch ein wenig Starthilfe für deine wissenschaftliche Arbeit benötigst, dann habe noch ein PDF für dich, das du dir gratis herunterladen kannst:

Die 30 besten Formulierungen für eine aufsehenerregende Einleitung


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