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Wissenschaftliches Poster erstellen | Das beste Grafik-Tool fürs Studium

Du möchtest ein wissenschaftliches Poster erstellen? In diesem Fall ist das Glück dir hold – Denn hier bekommst du die Komplettlösung.

In meiner noch jungen Laufbahn als Wissenschaftler hatte ich selbst schon das ein oder andere Mal die Ehre meine Forschung als Poster präsentieren zu dürfen – heute möchte ich euch zeigen worauf es dabei ankommt.

Es ist auch völlig egal ob du dein Poster als Prüfungsleistung für ein Seminar oder für eine internationale Top-Konferenz deiner Forschungsdisziplin benötigst – die Gesetze für ein herausragendes wissenschaftliches Poster bleiben immer gleich.

In diesem Blog-Artikel erfährst du 5 Bestandteile du auf keinen Fall vernachlässigen darfst, wenn du ein wissenschaftliches Poster erstellen möchtest. Darüber hinaus zeige ich ein Tool, mit dem du kostenlos außergewöhnlich gute Poster erstellen kannst und verrate dir, warum es 100 Mal besser als PowerPoint ist.

Was ist die Grundlage deines wissenschaftlichen Posters?

Ein wissenschaftliches Poster wird in der Regel nicht aus Selbstzweck erstellt, sondern ist eine Darstellungsform für ein wissenschaftliches Projekt. Die eigentliche Arbeit steckt also in der Haus- oder Seminararbeit, einem wissenschaftlichen Paper oder einer Projektarbeit, die dem Poster zu Grunde liegt.

Die geleistete Arbeit soll nun durch das Erstellen eines wissenschaftlichen Posters visuell repräsentiert werden. Dieser Schritt ist kritisch, denn hiervon hängt eventuell ab, wie gut die Note für dein Projekt ausfällt. Die Früchte der harten Arbeit hängen also von dieser einen Leistung ab – die eventuell gar nicht so viel mit der Erstellung der eigentlichen Arbeit zu tun hat.

Auf der anderen Seite bietet die Erstellung eines wissenschaftlichen Posters eine einmalige Chance. Das hohe Maß an Kreativität ermöglicht es dir, durch die Kreation eines herausragenden Posters deine Note – oder die allgemeine Wahrnehmung deiner Arbeit in ungeahnte Dimensionen zu befördern.

Stell dir vor, du bist ein Verkäufer. Das Poster ist deine Werbe-Leinwand. Verkaufe deine Arbeit so anschaulich wie möglich.

Für wen willst du dein wissenschaftliches Poster erstellen?

Bevor du dich an die grafische Umsetzung deines Posters machst, brauchst du einen Plan. Skizziere den Aufbau deines Posters mit der Hand oder auf dem Computer, wie auch immer du es bevorzugst.

Ich möchte, dass dein Poster komplett konzipiert ist, bevor du den ersten (digitalen) Strich ziehst.

Doch bevor ich dir einen möglichen Aufbau deines wissenschaftlichen Posters vorschlage, solltest du noch deinen Adressaten bestimmen. Wer ist das Publikum deines Posters? Sind es deine Kommilitonen, dein Dozent oder beide zusammen? Ist es eine ganze Wissenschafts-Community?

Mache dir bewusst, für wen du das Poster erstellst und welche Bedürfnisse diese Gruppe von Betrachtern haben könnte.

Für alle gilt:

Stelle deine Arbeit so leicht verständlich und übersichtlich wie möglich dar. 

Damit auch wirklich JEDER deine Arbeit versteht.

Die 8 Bestandteile eines wissenschaftlichen Posters

Genug der langen Vorrede, jetzt tauchen wir in den Inhalt ein.

Wenn du ein wissenschaftliches Poster erstellen möchtest, braucht den gleichen Roten Faden, der sich bereits durch die zugrundeliegende Arbeit gezogen hat. Wie kannst du die Story deiner Arbeit möglichst prägnant nacherzählen?

Hier zwei mögliche Varianten des Aufbaus:

 

Und jetzt zur inhaltlichen Struktur.

Ein magnetisierender Titel #1

Jedes wissenschaftliche Poster benötigt einen Titel, der herausragt. Zum einen inhaltlich, indem er die Aufmerksamkeit des Betrachters auf deine Arbeit lenkt, aber auch graphisch. Mit einer vergrößerten Schrift und fetter Formatierung bist du gut beraten. Der Titel sollte sich entscheidend vom Rest des Posters abheben.

In vielen Fällen sollte der Titel deines Posters mit dem Titel der zugrundeliegenden Arbeit übereinstimmen.

Alle nötigen Rahmen-Daten #2

Egal ob dein Poster intern, also vielleicht im Rahmen eines Seminars, oder extern, bei einer Konferenz oder anderweitigen Veranstaltungen präsentiert wird: Branding ist King. 

Platziere das Logo deiner Uni, des Lehrstuhls und den institutionellen Rahmen des Posters (z.B. das Seminar, ein Projekt etc.) prominent im oberen Bereich des Posters. Am besten unter dem Titel. Natürlich dürfen auch die Namen der Autoren nicht fehlen.

Forschungsmotivation & Relevanz #3

Um deine Story auch auf dem Poster verständlich einzuleiten, lege eine Sektion an, in der du die Motivation und Relevanz deiner Arbeit darstellst. Für alle diese Schritte gilt der folgende Leitsatz:

So wenig Text wie möglich.

So viel wie nötig. 

Es gibt nichts schlimmeres, als ein Poster mit zu viel Text (ähnlich wie bei Präsentationen). Die Aufgabe hinter einer visuellen Darstellung ist die Reduktion deiner Arbeit auf die wesentlichen Bestandteile. Unterstütze den Text mit grafischen Elementen wie Piktogrammen, Vektor-Grafiken usw. Ordne deinen Text in Mindmaps, Tabellen oder Aufzählungen an, um die Erfahrung des Betrachters so angenehm wie möglich zu machen.

Die Forschungsfragen #4

Ein zentrales Element deines wissenschaftlichen Posters sind die Forschungsfragen. Platziere sie inhaltlich nach der Motivation und vor dem Hauptbestandteil deines Posters.

Dazu übernimmst du einfach deine Forschungsfragen aus deiner Arbeit. Nicht mehr und nicht weniger. Du kannst sie grafisch ein wenig hervorheben, denn sie sind ein wirklich zentrales Element.

Eine Prise Literatur #5

Wenn du ein wissenschaftliches Poster erstellen möchtest, das auch tatsächlich wissenschaftlichen Standards entsprechen soll, dann brauchst du vor allem eines: Wissenschaftliche Literatur.

Im Normalfall hast du durch die zugrundeliegende Arbeit bereits ein tiefes Verständnis der Literatur zu deinem Thema und kannst aus einem tiefen Pool an Literatur wählen. Verwende für dein Poster keine neue Literatur, sondern identifiziere die zentralen Arbeiten, die elementar wichtig für den Kontext deiner Arbeit sind.

Das methodische Design #6

Das Forschungsdesign deiner Arbeit liegt in deiner Arbeit (hoffentlich) in schriftlicher Form vor. Für dein Poster möchte ich dich herausfordern, von dieser Darstellungsform abzusehen. Baue dein methodisches Design als Grafik ein, und dein Poster wird herausragen.

Vertrau mir. Wenn es dir gelingt, deine methodische Vorgehensweise in einem anschaulichen Prozessdiagramm (oder Ähnliches) nachvollziehbar darzustellen, ist dir eine herausragende Note gewiss.

Die Ergebnisse #7

Was wäre eine wissenschaftliche Arbeit ohne Ergebnisse? Plane genügend Platz ein, um deine darzustellen.  Hier darfst du auf keinen Fall von deiner Linie abweichen und zu viel unterbringen zu wollen. Es bringt überhaupt nichts, ganze Tabellen oder Textblöcke, die in der schriftlichen Version sinnvoll sind, auf dein Poster zu übertragen.

Was ist das zentrale Resultat deiner Arbeit?

Zu den Ergebnissen gehört außerdem eine kurze Einordnung:

Welchen Mehrwert haben diese Ergebnisse für die Disziplin/das Seminar/die Praxis?

Ausnahme: In der Wissenschaft werden manchmal sogenannte Research-in-Progress Paper als Poster dargestellt. Sie beschreiben Forschung, die noch nicht abgeschlossen ist, d.h. hier können ggf. noch keine Ergebnisse vorliegen. In diesem Fall sollten statt Ergebnissen hier die „Nächsten Schritte“ zur Vervollständigung des Projekts erklärt werden. 

Referenzen #8

Da du im Korpus deines Posters wissenschaftliche Literatur verwendet hast, die du auch kenntlich gemacht hast, brauchst du eine Liste der Quellen. Diese kannst du ganz einfach in verkleinerter Schrift am unteren Ende deines Posters platzieren.

Die Quellen müssen nicht 1:1 die gleichen wie in der zugrundeliegenden Arbeit sein, sondern nur diejenigen, die für den Inhalt auf dem Poster relevant sind.

Die 3 goldenen Regeln zum Erstellen eines wissenschaftlichen Posters

Bevor ich dir nun am Ende dieses Artikels das Tool verraten möchte, habe für dich das Gelernte in 3 goldenen Regeln zusammengefasst. Wenn du ein wissenschaftliches Poster erstellen möchtest – halte dich einfach an diese 3 Regeln und dein Poster wird herausragend sein.

Weniger ist mehr #1

Reduziere den Inhalt – vor allem den Textanteil – auf das Wesentliche.

Das Auge isst mit #2

Gestalte das Äußere deines Posters so ansprechend wie möglich – mit einem einheitlichen Stil. Sei kreativ!

Storytelling #3

Erzähle mit deinem Poster eine konsistente „Geschichte“ und das Feedback wird überwältigend sein.

Mit diesem Tool erstellst du sagenhaft schöne wissenschaftliche Poster

Damit du nun all diese Tipps auf der Stelle in die Tat umsetzen kannst, möchte ich dir ein Tool vorstellen, mit dem du kostenlos wunderbare Grafiken erstellen und dein wissenschaftliches Poster von Anfang bis Ende gestalten kannst.

Aber Moment mal? Was ist denn mit Powerpoint?

Was soll damit sein? Ist halt MEGA lame.

Wie soll dein wissenschaftliches Poster herausragend werden, wenn du das Tool benutzt, was JEDER verwendet!?

Probier‘ es lieber mal mit Canva. Das Tool funktioniert in deinem Web-Browser, du musst lediglich einen Account anlegen. Bei Canva findest du unendlich viele Vorlagen für alle möglichen Grafiken, darunter auch Poster.

Lege dein Projekt an, indem du die geforderten Maße deines Posters festlegst und wähle aus einer der Vorlagen oder kreiere dein komplett eigenes Design. Dazu kannst du deine eigenen Grafiken beispielsweise von Pixabay hochladen und einfügen.

Um bei Pixabay Icons und Cliparts zu finden, stelle bei der Bilder-Suche einfach „Illustration“ oder „Vektor-Grafiken“ ein.

Es ist wirklich ultra leicht. 

Du wirst damit ein Poster zaubern, das jedem Power-Point-Unfall um Längen überlegen ist.


Jetzt wünsche ich dir viel Erfolg bei der Umsetzung! Es ist Zeit zu glänzen.

Wie gestaltest du deine wissenschaftlichen Poster? Schreib mir doch einen Kommentar, ich würde mich freuen!

 

 

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