Wissenschaftlich Schreiben

Abbildungen zitieren und hochauflösend in wissenschaftlichen Arbeiten einfügen (Word)

Abbildungen zitieren Word Bachelorarbeit

Abbildungen zitieren, nachbauen oder selbst konzipieren? Stehst du vor dieser Frage während der Erstellung deiner wissenschaftlichen Arbeit, dann habe ich die Antwort für dich.

In diesem Artikel lernst du alles was du beim Erstellen und Zitieren von Abbildungen in wissenschaftlichen Arbeiten wissen musst. Insbesondere diese 3 Dinge:

  1. Wie du Abbildungen zitieren und aus fremden Werken einbinden kannst
  2. Mit welchen Tools du fremde oder eigene Abbildungen in hoher Qualität erstellst und in Word einfügst
  3. Nach welchen Kriterien Gutachter deine Abbildungen bewerten und mit welcher Variante du deine Note nach oben schraubst

Ein Blick auf die Gesamtheit deiner Abbildungen verrät in kürzester Zeit, welche Qualität deine wissenschaftliche Arbeit besitzt und wieviel Arbeitsaufwand du bereit warst zu investieren. Mit ein paar Kniffen an den richtigen Stellschrauben kannst du einen verpixelten Unfall in eine Hochglanz-Abbildung mit akademischem WOW-Effekt verwandeln.

Fremde Abbildungen zitieren und korrekt einbinden #1

Der Aktuelle Forschungsstand, Theoretische Rahmen oder der Ergebnisteil deiner wissenschaftlichen Arbeit können von einer Sache besonders profitieren:

Hochauflösende und inhaltlich aufschlussreiche Abbildungen. 

Sie sind der Schlüssel zu einer qualitativ hochwertigen und visuell ansprechenden wissenschaftlichen Arbeit. Und genau hier werden oft gravierende Fehler gemacht. In diesem Artikel möchte ich dich auf die größten Fettnäpfchen aufmerksam machen und dir zeigen, wie es richtig geht.

Widmen wir uns zunächst Abbildungen, die du aus Quellen in deine Arbeit übernehmen und zitieren möchtest. Hier ein Beispiel wie es nicht geht:

Abbildungen zitieren wissenschaftliche Arbeit

 

Ob du es glaubst oder nicht – aber solche Abbildungen landen nicht allzu selten auf den Schreibtischen der Nation. Lektion 1 lautet also wie folgt:

Copy & Paste verboten! 

Fremde Abbildungen zu übernehmen ist vollkommen OK. Und sogar gewünscht, wenn sie das Verständnis eines Sachverhalts oder theoretischen Konzepts unterstützt. Um korrekt zu arbeiten, ist die oberste Regel:

Fremde Abbildungen sollten immer selbst nachgebaut werden.

Die Betonung liegt auf immer. Auch wenn du dir absolut sicher bist, die Abbildung sauber kopiert und eingefügt zu haben und du keinerlei Unschärfe erkennen kannst – Auch dann.

Für unser obiges Beispiel habe ich mir mal die Mühe gemacht (Es geht sicherlich noch besser, aber unterstreicht meinen Punkt):

Abbildungen zitieren Bachelorarbeit

Wichtig bei der Erstellung einer solchen Abbildungen sind zwei Dinge, die schnell übersehen werden.

#1 Die Schriftart sollte mit dem Text in Einklang sein (In diesem Fall Times New Roman).

In eineigen Stilvorlagen kann es auch sein, dass eine spezielle Schriftart gefordert ist, z.B. Arial, obwohl der Rest des Textes in einer anderen Schriftart dargestellt wird. Schaue daher im Template des betreuenden Lehrstuhls nach oder kläre diese Frage mit deinem Betreuer oder deiner Betreuerin.

#2 Die Schrift muss groß genug sein.

Beim Erstellen der Abbildung musst du die Schrift oft größer einstellen als du denkst. Denn am Ende sollte die Schriftgröße nicht viel kleiner sein als im Fließtext.

Abbildungen zitieren: So geht’s

Für eine Abbildung, die du unverändert übernommen oder nachgebaut hast:

Mit Fußnoten:

Abbildung 1: Titel der Abbildung 1

In der Fußnote: 1) Quelle: Name, Vorname (Jahr), Seite.

Quellenangabe im Text (APA, Harvard): 

Abbildung 1: Titel der Abbildung 1, AutorIn(nen), (Jahr) 


Für inhaltlich modifizierte Abbildung fügst du den Zusatz „in Anlehnung an“ vor die Nennung der AutorInnen.

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Eigene Abbildungen erstellen und mit hoher Auflösung einfügen #2

In deiner wissenschaftliche Arbeit alle Abbildungen zitieren – das ist auch nicht die beste Idee. Der perfekte Mix für eine herausragende Note besteht aus Fremdmaterial (das eigenhändig nachgebaut wurde) und selbst konzipierten Abbildungen, die deinen Argumentationsleitfaden bzw. einzelne Ergebnisse anschaulich vermitteln.

Geeignete Tools sind diese hier:

Powerpoint

Abbildungen mit Text und einigen Formen wie die aus dem obigen Beispiel lassen sich schnell und einfach mit Powerpoint realisieren. Ein Vorteil wenn du in Word arbeitest ist, dass die Office-Produkte sich gut miteinander vertragen, d.h. du kannst Abbildungen auch zwischen den Programmen hin und her kopieren.

Excel

Alle Abbildungen die auf Daten bzw. Werten basieren, lassen sich prima mit Excel erstellen. Das gilt insbesondere für Diagramme in jeglicher Form: Kuchen, Balken, Säulen. Die Nummer 1 Regel für Diagramme:

Wähle die Diagramm-Art, die für den Datentyp am besten geeignet ist.

Für die Darstellung von Bevölkerungsanteilen ist ein Kuchendiagramm besser geeignet als beispielsweise für die Darstellung von Steuergrenzen. Diese wären besser mit einem Säulendiagramm darzustellen.

Canva

In meinem Tutorial zum Erstellen wissenschaftlicher Poster habe ich dieses kostenlose Browser-basierte Tool bereits vorgestellt. Es ist der Game-Changer für die Erstellung eigener Grafiken. Für meinen Blog nutze ich Canva besonders viel, aber die ein oder andere Abbildung für wissenschaftliche Arbeiten habe ich dort auch schon erstellt. Wenn es etwas kreativer werden soll, dann ist es prima geeignet.


Beim Exportieren jeglicher Abbildungen solltest du immer das PDF-Format wählen (außer bei Excel). PDF sind gestochen scharf und stellen eine hohe Auflösung sicher. Wenn du in Word auf Bilddatei einfügen gehst, wählst du das entsprechende PDF. Dann musst du es nur noch zuschneiden. Das geht so:

Abbildungen zitieren Word

Du veränderst die Werte mit dem „Zuschneiden“ Tool solange, bis kein Rand mehr übrig ist. Dann fügst du deine Bildunterschrift ein und fertig!

Kriterien zur Bewertung von Abbildungen in wissenschaftlichen Arbeiten #3

Zu guter Letzt nochmal eine Übersicht der wichtigsten Kriterien, die deine Abbildungen erfüllen sollten, damit du nicht nur die volle Punktzahl bekommst, sondern deine Note dank optischer Überlegenheit durch die Decke geht!

  • Deine Abbildung ist selbst gebaut (egal ob zitiert oder selbst konzipiert)
  • Die Auflösung ist gestochen scharf (kein einziger Pixel ist zu erkennen)
  • Die Schrift ist nicht viel kleiner als der Text un gut lesbar (+Schriftart stimmt überein)
  • Die Abbildung bietet dem Betrachter einen Mehrwert
  • Der hinführende Text nennt die Abbildung, z.b. „…wie nachfolgend in Abbildung 1 dargestellt:“ (Das ist ein absolutes Muss)
  • Der nachfolgende Text geht auf die Abbildung ein und erklärt sie (Ebenfalls ein Muss)
  • Es folgen niemals zwei Abbildungen aufeinander (wenn möglich)

Das waren meine bescheidenden Tipps für Top-Noten-versprechende Abbildungen. Ich hoffe, du konntest etwas Hilfreiches mitnehmen.


Wenn du jetzt neben der richtigen Uni Organisation ein wenig Starthilfe für deine wissenschaftliche Arbeit benötigst, dann habe noch ein PDF für dich, das du dir gratis herunterladen kannst:

Die 30 besten Formulierungen für eine aufsehenerregende Einleitung


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